In Indonesien läuft seit Samstag eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion nach einem vermissten Überwachungsflugzeug mit elf Menschen an Bord. Bei der Maschine handelt es sich um ein ATR 42-500 Turboprop-Flugzeug, das im Auftrag des indonesischen Ministeriums für Meeresangelegenheiten und Fischerei im Einsatz war. Nach Angaben der Behörden brach der Kontakt zur Flugsicherung am frühen Nachmittag plötzlich ab.
Das Flugzeug der Gesellschaft Indonesia Air Transport war auf dem Weg in die Stadt Makassar, die Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi. Zuvor war die Maschine aus der Provinz Yogyakarta gestartet. Gegen 13:30 Uhr Ortszeit verlor die Flugsicherung den Funkkontakt, als sich das Flugzeug über der Region Maros befand. An Bord waren acht Crewmitglieder sowie drei Passagiere, allesamt Mitarbeiter des Fischereiministeriums, die im Rahmen einer Luftüberwachungsmission eingesetzt waren.
Rund 400 Einsatzkräfte, darunter Einheiten von Militär, Polizei und lokalen Rettungsdiensten, wurden mobilisiert, um das vermisste Flugzeug zu finden. Die Suche konzentriert sich derzeit auf das Gebiet rund um den Berg Bulusaraung, einen bewaldeten und schwer zugänglichen Karstberg im Süden der Insel Sulawesi. Nach Aussagen der Rettungsbehörden gibt es Hinweise darauf, dass die Maschine in der Nähe des Gipfels abgestürzt sein könnte.
Die Sucharbeiten gestalten sich jedoch schwierig. Starker Regen, Nebel und unübersichtliches Gelände behindern den Einsatz von Hubschraubern und Bodenteams. Dennoch setzen die Behörden alles daran, möglichst schnell Gewissheit über das Schicksal der Insassen zu erlangen. Offizielle Angaben zur Unglücksursache gibt es bislang nicht, und die Ermittler halten sich mit Spekulationen bewusst zurück.
Unbestätigte Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 deuten darauf hin, dass ein Flugzeug mit passendem Profil zuvor in etwa 11.000 Fuß Höhe über dem Java-Meer unterwegs war, bevor es plötzlich rapide an Höhe verlor und aus dem Tracking verschwand. Diese Informationen wurden jedoch bislang nicht offiziell bestätigt.
Der Flugzeughersteller ATR mit Sitz in Frankreich erklärte, man sei über den Vorfall informiert worden. Spezialisten des Unternehmens stünden den indonesischen Behörden zur Seite, um die Untersuchung zu unterstützen, sobald genauere Erkenntnisse vorlägen. Die ATR 42-500 gilt als zuverlässiges Regionalflugzeug und wird weltweit für Passagier- und Überwachungsflüge eingesetzt.
Während die Suche weiterläuft, hoffen Angehörige und Kollegen der Vermissten auf ein Wunder. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend für den Ausgang der Rettungsaktion.