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Trumps Wirtschaftsversprechen unter Druck: Ein Jahr später bleibt die Entlastung aus

Ein Jahr nach der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus fällt die wirtschaftliche Bilanz seiner Präsidentschaft deutlich nüchterner aus, als es seine Wahlversprechen erwarten ließen. Während Trump weiterhin von einem historischen Aufschwung spricht, zeigen aktuelle Daten, dass viele der zentralen Probleme für Verbraucherinnen und Verbraucher ungelöst geblieben sind oder sich sogar verschärft haben.

Im Wahlkampf 2024 hatte Trump vollmundig angekündigt, die Inflation zu besiegen, Energiepreise zu halbieren und das Leben in den USA wieder erschwinglich zu machen. Tatsächlich liegt die Inflationsrate mit 2,7 Prozent heute nahezu auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn seiner Amtszeit. Zwar ist sie weit entfernt von den Höchstständen der Pandemiezeit, doch das erklärte Ziel der US-Notenbank von rund zwei Prozent wurde bislang nicht erreicht. Für viele Haushalte bedeutet das: Lebensmittel, Mieten und Nebenkosten bleiben teuer.

Besonders deutlich zeigt sich das bei den Lebensmitteln. Fleisch, Fisch, Eier und Geflügel verteuerten sich innerhalb eines Jahres um fast vier Prozent. Trumps Versprechen, die Preise im Supermarkt schnell zu senken, hat sich damit nicht erfüllt. Ökonomen machen unter anderem die neue Zollpolitik der Regierung verantwortlich. Die durchschnittlichen US-Zölle stiegen von rund drei auf etwa 15 Prozent. Ein Teil dieser Mehrkosten wird von Unternehmen getragen, ein anderer direkt an die Konsumenten weitergegeben.

Auch bei den Energiekosten ist das Bild gemischt. Zwar sind die Benzinpreise im Jahresvergleich gesunken, doch von den angekündigten Preisen „unter zwei Dollar pro Gallone“ ist das Land weit entfernt. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Strom, Gas und Wasser weiter an. Haushaltsenergie ist heute teurer als zu Trumps Amtsantritt, was sein Versprechen einer Halbierung der Energiekosten klar konterkariert.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Wohnungsmarkt. Hypothekenzinsen sind zwar leicht gefallen, liegen aber weiterhin über sechs Prozent. Immobilienpreise bleiben hoch, und der Anteil von Erstkäufern ist auf ein Rekordtief gesunken. Besonders junge Menschen haben zunehmend Schwierigkeiten, Wohneigentum zu erwerben. Zwar setzt die Regierung auf Deregulierung, doch viele Preistreiber liegen auf lokaler Ebene und entziehen sich dem direkten Einfluss des Weißen Hauses.

Politisch setzt Trump nun auf Steuererleichterungen als Hoffnungsträger. Die geplante dauerhafte Verlängerung früherer Steuersenkungen könnte kurzfristig höhere Rückerstattungen bringen. Kritiker warnen jedoch, dass vor allem einkommensstarke Haushalte profitieren, während die steigende Staatsverschuldung langfristig höhere Zinsen nach sich ziehen dürfte.

Insgesamt zeigt sich: Trumps optimistische Rhetorik steht in starkem Kontrast zur wirtschaftlichen Realität vieler Amerikaner. Mit Blick auf die Zwischenwahlen 2026 dürfte genau diese Diskrepanz zu einem zentralen politischen Streitpunkt werden.

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