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Falsche Finanzversprechen im Messenger: BaFin schlägt Alarm wegen mutmaßlichen Identitätsmissbrauchs
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Falsche Finanzversprechen im Messenger: BaFin schlägt Alarm wegen mutmaßlichen Identitätsmissbrauchs

OpenIcons (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor dubiosen Anlageangeboten, die derzeit in WhatsApp-Gruppen kursieren. Unter dem Namen „Baird Capital“ und unter angeblicher Leitung eines gewissen Thomas Becker werden dort Finanz- und Krypto-Investments beworben – doch nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht handelt es sich um einen Fall von Identitätsmissbrauch.

Nach Angaben der BaFin existiert die genannte Person Thomas Becker nach ihrem Kenntnisstand nicht. In den entsprechenden Messenger-Gruppen werden Empfehlungen zum Kauf von Finanzinstrumenten und Kryptowährungen verbreitet sowie ein angebliches „Drittes Kapitalinvestitionsprogramm“ von Baird angepriesen. Besonders brisant: Es besteht keinerlei Verbindung zu der renommierten US-Investmentgesellschaft Robert W. Baird & Co. Incorporated oder deren europäischen Tochtergesellschaften. Der bekannte Name wird offenbar gezielt genutzt, um Seriosität vorzutäuschen und Vertrauen zu erschleichen.

Die BaFin geht davon aus, dass die bislang unbekannten Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten. Damit verstoßen sie gegen geltendes deutsches Aufsichtsrecht. Grundsätzlich gilt: Wer in Deutschland solche Dienstleistungen erbringen möchte, benötigt eine ausdrückliche Genehmigung der BaFin. Dennoch tauchen immer wieder Anbieter auf, die diese gesetzlichen Vorgaben ignorieren – häufig mit erheblichen Risiken für Anlegerinnen und Anleger.

Ob ein Unternehmen über die notwendige Zulassung verfügt, lässt sich in der öffentlich zugänglichen Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen. Die aktuelle Warnung stützt sich auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes sowie auf § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes.

Die Finanzaufsicht nutzt den Fall erneut, um auf die wachsende Gefahr von Anlagebetrug über Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram hinzuweisen. In sozialen Gruppen und Chats werden immer häufiger vermeintlich exklusive Anlagetipps, schnelle Gewinne und „einmalige Chancen“ versprochen – oft ohne transparente Informationen, rechtliche Grundlage oder nachvollziehbare Ansprechpartner.

Verbraucherinnen und Verbraucher finden auf der BaFin-Website unter der Rubrik „Finanzbetrug erkennen“ aktuelle Warnmeldungen zu unerlaubt tätigen Unternehmen sowie praktische Hinweise, wie sich typische Betrugsmaschen identifizieren und vermeiden lassen. Die Behörde rät zur besonderen Vorsicht bei unaufgeforderten Anlageangeboten und mahnt: Wer mit großen Renditen lockt und auf schnelle Entscheidungen drängt, verfolgt selten redliche Absichten.

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