Das neue Jahr lässt nicht lange auf sich warten – und bringt gleich zu Beginn einen kräftigen Wintergruß mit. Statt milder Temperaturen erwartet Deutschland ein markanter Wetterumschwung: Kälte, Wind und Schnee prägen den Jahreswechsel und sorgen vielerorts für einen echten Kaltstart.
Schon in der Silvesternacht zeigt sich das Wetter von seiner rauen Seite. In der Südhälfte Deutschlands sinken die Temperaturen teils deutlich unter den Gefrierpunkt, im Allgäu sogar bis auf minus elf Grad. In den Mittelgebirgen droht Glätte durch Schnee und gefrierenden Regen, während es im Norden bei etwas milderen Temperaturen regnet. Begleitet wird das Ganze fast überall von kräftigem Westwind, an den Küsten und in exponierten Lagen sogar mit stürmischen Böen.
Am Neujahrstag bleibt es ungemütlich. Der Wind frischt weiter auf, an der Nordsee sind schwere Sturmböen möglich, in den Hochlagen der Mittelgebirge sogar orkanartige Böen. Wolken dominieren den Himmel, im Norden fällt Regen oder Schneeregen, in den Mittelgebirgen Schnee. An den Küsten können Graupelschauer oder kurze Gewitter auftreten. Für ausgedehnte Spaziergänge sind die Bedingungen vielerorts alles andere als einladend.
Für Wintersportfans gibt es jedoch gute Nachrichten: In den klassischen Mittelgebirgsregionen kommt ordentlich Schnee zusammen. Erzgebirge, Harz, Thüringer Wald, Bayerischer Wald und Rothaargebirge dürfen mit mehreren Zentimetern Neuschnee rechnen, in höheren Lagen teils deutlich mehr. Dort könnten sich bis zu 30 Zentimeter frischer Schnee ansammeln – beste Voraussetzungen für winterliche Stimmung und erste sportliche Aktivitäten.
Freundlicher zeigt sich der Jahresauftakt im Süden Deutschlands. Vor allem in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs gibt es Sonne und trockenes Wetter. Dennoch bleibt es auch hier kalt, die Temperaturen bewegen sich nur knapp über dem Gefrierpunkt.
Spannend wird es in den ersten Januartagen: Eine winterliche Wetterlage sorgt dafür, dass kalte Polarluft nicht über die vergleichsweise warme Nordsee, sondern über Westeuropa nach Deutschland strömt. Dadurch erreicht die Kälte auch Regionen, die sonst eher mild bleiben. So kann es zeitweise sogar im Westen und im Rheinland schneien – wenn auch meist nur kurzzeitig. Für weiße Landschaften reicht es dennoch, zumindest vorübergehend.
Von Freitag bis in die neue Woche hinein bleibt es wechselhaft und winterlich. Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer ziehen immer wieder durch, begleitet von frostigen Temperaturen. Während sich der Schnee in den Mittelgebirgen voraussichtlich länger halten kann, wird er im Flachland eher rasch wieder tauen. Dort steht weniger Winteridylle als vielmehr erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr im Fokus.
Fazit: 2026 startet kalt, windig und vielerorts weiß. Der Winter meldet sich eindrucksvoll zurück – mit allem, was dazugehört.