Trotz aller Warnungen vor den Gefahren von Feuerwerkskörpern sind die Notaufnahmen auch nach dieser Silvesternacht wieder stark gefordert. Besonders häufig mussten Ärztinnen und Ärzte Verletzungen an Händen und Fingern behandeln – mit teils gravierenden Folgen.
Angela Kijewski, Pressesprecherin des Berliner Unfallkrankenhauses, berichtet von einer angespannten Lage: Vor allem Explosionen in der Hand führten zu schweren Verletzungen, darunter Verbrennungen, offene Wunden und in einzelnen Fällen auch zu dauerhaften Schäden. „Handverletzungen sind gerade für Kinder entsetzlich“, betont Kijewski. Die Folgen reichten oft weit über die akute Behandlung hinaus und könnten das ganze weitere Leben beeinträchtigen.
Besonders problematisch sei der Umgang mit illegaler oder manipulierte Pyrotechnik, deren Sprengkraft häufig unterschätzt werde. Aber auch zugelassene Böller stellten ein erhebliches Risiko dar, wenn sie unsachgemäß verwendet würden.
Die Kliniken appellieren deshalb erneut an Eltern und Erziehungsberechtigte, Kinder konsequent von Feuerwerkskörpern fernzuhalten. Jede Silvesternacht zeige aufs Neue, dass vermeintlich kurze Unachtsamkeit zu schweren und vermeidbaren Verletzungen führen könne.