Mit dem Jahreswechsel treten 2026 mehrere Änderungen in Kraft, die viele Haushalte finanziell spüren werden. Manche entlasten, andere verteuern den Alltag. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte:
Mehr Geld durch höhere Einkommen und Freibeträge
- Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn steigt weiter. Davon profitieren vor allem Beschäftigte im Niedriglohnbereich.
- Steuerfreibeträge: Der Grundfreibetrag wird angehoben. Ein größerer Teil des Einkommens bleibt damit steuerfrei, was netto etwas mehr Geld bedeutet – vor allem für kleine und mittlere Einkommen.
- Kalte Progression: Weitere Anpassungen der Steuertarife sollen verhindern, dass Lohnerhöhungen allein durch Inflation „aufgefressen“ werden.
Familien und Sozialleistungen
- Kindergeld: Für Familien steigt das Kindergeld erneut leicht. Auch der Kinderfreibetrag wird angepasst.
- Grundsicherung/Bürgergeld: Im Zuge der Reformen ändern sich Regeln und Bezeichnungen, finanziell sind aber nur begrenzte Entlastungen vorgesehen.
- Rente: Die Renten steigen weiter im Rahmen der Lohnentwicklung, das Rentenniveau bleibt zunächst stabil – kostet den Staat allerdings Milliarden.
Energie und Wohnen
- Energiepreise: Entlastungen aus früheren Krisenjahren laufen aus. Strom- und Gaspreise können regional wieder steigen, abhängig von Netzentgelten und Abgaben.
- CO₂-Preis: Der CO₂-Preis auf Heizöl, Gas und Kraftstoffe erhöht sich planmäßig. Das verteuert Heizen und Tanken, soll aber klimafreundliches Verhalten fördern.
- Nebenkosten: Steigende Energiepreise wirken sich auch auf Mieten und Hausgeld aus.
Mobilität
- ÖPNV: Das Deutschlandticket bleibt grundsätzlich erhalten, wird aber teurer. Bund und Länder heben den Preis an, um die Finanzierung zu sichern.
- Auto: Höhere Spritpreise durch CO₂-Kosten sowie steigende Versicherungs- und Werkstattpreise belasten Autofahrer zusätzlich.
Unterm Strich
2026 bringt leichte Entlastungen bei Steuern und Familienleistungen, gleichzeitig aber höhere Kosten für Energie und Mobilität. Für viele Haushalte dürfte sich das Plus auf der Einkommensseite mit den steigenden Preisen teilweise wieder ausgleichen. Entscheidend wird sein, wie sich Inflation und Energiepreise im Jahresverlauf entwickeln.