Bei der Darts-Weltmeisterschaft in London ist für die deutschen Spieler frühzeitig Schluss. Mit dem Ende der dritten Runde sind alle verbliebenen deutschen Teilnehmer ausgeschieden – das Turnier wird im legendären Alexandra Palace ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt.
Mit Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko und Arno Merk scheiterten gleich vier deutsche Profis in der dritten Runde. Damit platzte die Hoffnung, nach den Achtungserfolgen der vergangenen Jahre erneut einen deutschen Spieler in der entscheidenden Turnierphase zu sehen.
Besonders bitter ist das Aus von Martin Schindler. Der Weltranglisten-13. galt als größter deutscher Hoffnungsträger und reiste mit entsprechend hohen Erwartungen nach London. Doch gegen den Engländer Ryan Searle war der 28-Jährige chancenlos. Schindler unterlag deutlich mit 0:4, fand nie richtig in sein Spiel und musste eine der enttäuschendsten Niederlagen seiner WM-Karriere hinnehmen.
Auch Gabriel Clemens, der 2023 noch sensationell das Halbfinale erreicht hatte, konnte diesmal nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Trotz kämpferischer Leistung reichte es nicht für den Einzug ins Achtelfinale. Ricardo Pietreczko und Debütant Arno Merk verabschiedeten sich ebenfalls in der dritten Runde – beide sammelten wertvolle Erfahrung, blieben sportlich jedoch ohne Happy End.
Das frühe Aus aller deutschen Spieler sorgt für Ernüchterung bei Fans und Experten. Nach den starken Auftritten der vergangenen Jahre war die Erwartungshaltung gestiegen, dauerhaft in der Weltspitze mitzumischen. Die aktuelle WM zeigt jedoch, wie schmal der Grat im internationalen Darts ist und wie brutal das K.-o.-System zuschlägt.
Für das Turnier selbst bedeutet das: Die Darts-WM geht nun ohne deutsche Beteiligung in die heiße Phase. Für die deutschen Profis beginnt dagegen bereits die Analyse – und der Blick nach vorn auf die kommenden Turniere, um den Anschluss an die internationale Spitze nicht zu verlieren.