Dark Mode Light Mode

Love-Scam mit Promi-Masche: Betrüger geben sich als „Unheilig“-Sänger aus

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

Mit einer besonders hinterhältigen Masche haben Betrüger eine 56-jährige Frau aus Dresden um mehrere tausend Euro gebracht. Die Täter gaben sich auf einer Social-Media-Plattform als Sänger der Band Unheilig aus und täuschten der Frau über Wochen hinweg eine persönliche Beziehung vor. Die Polizei spricht von einem klassischen Romance-Scam – diesmal mit Prominentenbezug.

Nach Angaben der Ermittler glaubte die Frau, mit Der Graf, dem bekannten Frontmann der Band, in direktem Kontakt zu stehen. Die Betrüger bauten gezielt Vertrauen auf, schrieben regelmäßig und vermittelten Nähe. In dieser emotionalen Phase begannen sie, finanzielle Unterstützung zu erbitten.

Zahlungen über Guthabenkarten

Statt klassischer Überweisungen forderten die Täter Geld in Form von Guthabenkarten – eine gängige Methode, da diese schwer nachverfolgbar ist. Die Frau kam den Bitten mehrfach nach. So summierte sich der Schaden auf mehrere tausend Euro. Erst kurz vor Weihnachten eskalierte die Forderung: Die Betrüger baten um weiteres Geld für eine angeblich dringende Operation.

Diese Bitte ließ bei der Frau Zweifel aufkommen. Sie brach den Kontakt ab und informierte die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt war der finanzielle Schaden jedoch bereits entstanden.

Polizei warnt eindringlich

Die Polizei nutzt den Fall, um erneut zu warnen: Prominente bitten niemals private Fans online um Geld – schon gar nicht über Gutscheincodes. Wer zu Zahlungen gedrängt wird, emotionalen Druck verspürt oder um Geheimhaltung gebeten wird, sollte sofort skeptisch werden.

Typische Warnsignale sind:

  • Forderungen nach Guthabenkarten oder Kryptowährungen

  • Dramatische Geschichten (Krankheit, Notfälle, Operationen)

  • Bitte um Geheimhaltung

  • Schneller Vertrauensaufbau und intensive Kommunikation

Appell an Betroffene

Die Ermittler raten Betroffenen, sich frühzeitig Hilfe zu holen, Gespräche mit Vertrauenspersonen zu führen und verdächtige Profile zu melden. Auch wenn Schamgefühle verständlich sind: Anzeigen helfen, Täterstrukturen besser zu erkennen und weitere Opfer zu schützen.

Der Fall zeigt eindrücklich, wie professionell Betrüger vorgehen – und dass selbst bekannte Namen als Köder dienen. Wachsamkeit im Netz bleibt der beste Schutz.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Störung beim Postbank-Online-Banking sorgt für Unmut bei Kunden

Next Post

Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren der PMX Powerparts UG