Aktenzeichen: 3608 IN 5047/25
Im laufenden Verfahren über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die KOC Brotfabrik GmbH hat das Amtsgericht Charlottenburg am 13. November 2025 eine bedeutende Entscheidung gefällt. Die mit Beschluss vom 20. Oktober 2025 angeordneten Sicherungsmaßnahmen gemäß § 21 der Insolvenzordnung wurden in vollem Umfang aufgehoben.
Die KOC Brotfabrik GmbH, ehemals mit Geschäftssitz am Zerpenschleuser Ring 30 in Berlin, war beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 247334 geführt. Die Gesellschaft wurde von den Geschäftsführern Masoud Hasan und Turan Tanas vertreten.
Die nun aufgehobenen Maßnahmen waren zuvor getroffen worden, um im Vorfeld einer möglichen Verfahrenseröffnung das Vermögen der Schuldnerin vor nachteiligen Veränderungen zu schützen. Dazu zählen typischerweise Einschränkungen der Verfügungsbefugnis, Einziehungsrechte für Außenstände oder auch die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters.
Mit dem neuen Beschluss entfällt dieser besondere Schutzmechanismus. Das kann verschiedene Gründe haben – etwa eine Rücknahme des Insolvenzantrags, eine Einigung mit Gläubigern oder Hinweise auf eine fehlende Eröffnungswürdigkeit des Verfahrens. In jedem Fall bedeutet die Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen, dass die KOC Brotfabrik GmbH wieder uneingeschränkt über ihr Vermögen verfügen darf – zumindest aus insolvenzrechtlicher Sicht.
Wie sich der weitere Verlauf des Verfahrens gestaltet, ob das Insolvenzverfahren möglicherweise doch eröffnet oder endgültig eingestellt wird, bleibt vorerst offen. Die Entscheidung des Amtsgerichts vom 13. November markiert jedoch eine Wende in der bisherigen Entwicklung des Verfahrens.