Bei einem tragischen Arbeitsunfall auf dem Güterbahnhof Köln Eifeltor ist am Samstag ein 83-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er wurde von einer umgestürzten Hebebühne erschlagen. Ein 64-jähriger Kollege wurde lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Nach ersten Erkenntnissen führte das Duo Wartungsarbeiten an einer sogenannten Containerbrücke in rund 20 Metern Höhe durch. Diese gewaltigen, schienengebundenen Kräne sind auf dem Kölner Umschlagbahnhof im Dauereinsatz, um Container zwischen Güterzügen und Lastwagen zu verladen.
Wie die Polizei mitteilte, kam es gegen Mittag aus noch ungeklärten Gründen zu einem folgenschweren Zwischenfall: Eine zweite Containerbrücke setzte sich in Bewegung und kollidierte mit der mobilen Arbeitsbühne der Männer. Der Aufprall war so heftig, dass der Hubsteiger umkippte und die Männer offenbar aus dem Arbeitskorb geschleudert wurden.
Der 83-Jährige wurde unter der Hebebühne eingeklemmt. Sofort alarmierte Rettungskräfte versuchten ihn zu reanimieren – ohne Erfolg. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Sein 64-jähriger Kollege wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Auch die Kriminalpolizei ist eingeschaltet, um mögliche technische Versäumnisse oder menschliches Fehlverhalten zu untersuchen. Die genaue Unfallursache ist bislang unklar.
Der Güterbahnhof Köln Eifeltor gilt mit rund 300.000 jährlichen Be- und Entladungen als größter Umschlagplatz für den Kombinierten Verkehr von Schiene und Straße in Deutschland. Der Betrieb auf dem betroffenen Abschnitt wurde vorerst eingestellt.