Ein technischer Defekt an einem Passagierschiff hat am Main zwischen Eibelstadt und Goßmannsdorf einen größeren Umwelteinsatz ausgelöst. Rund 3.000 Liter Diesel liefen aus, nachdem das Schiff mit zahlreichen Gästen an Bord havariert war. In der Schleuse Goßmannsdorf musste das Schiff anlegen, damit Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet werden konnten.
Etwa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsdiensten bauten eine Ölsperre auf, um das ausgetretene Dieselöl aufzufangen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Flussabschnitt blieb auf einer Länge von rund 30 Kilometern gesperrt, um Schiffe fernzuhalten und Reinigungsarbeiten zu ermöglichen. Diese sollen nach Einschätzung der Behörden mehrere Tage dauern, da das Öl großflächig gebunden und entfernt werden muss.
Nachdem das Leck am Schiff abgedichtet und der Rumpf gereinigt worden war, durfte das Passagierschiff am Abend seine Fahrt nach Schweinfurt fortsetzen. Die Umweltbehörden prüfen nun mögliche Folgen für das Gewässer und die Tierwelt. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie sensibel Wasserwege auf Schadstoffaustritte reagieren und wie aufwendig deren Beseitigung ist.