In Bremen kam es offenbar zu einem gravierenden medizinischen Vorfall: Mehrere Brustkrebspatientinnen erhielten über Monate hinweg eine falsche Therapie, weil ihre Gewebeproben fehldiagnostiziert wurden. Grund dafür war ein Fehlbefund in der Pathologie, wie mehrere Medien berichten.
Was ist passiert?
- In einem Bremer Klinikum (nach Medienberichten das DIAKO) wurden Brustkrebs-Proben falsch analysiert.
- Dadurch erhielten mindestens acht Patientinnen eine unangemessene oder übermäßige Behandlung, unter anderem mit starker Chemotherapie.
- Die betroffenen Frauen wurden teilweise übertherapiert, obwohl ein milderer Verlauf eine ganz andere medizinische Strategie erlaubt hätte.
Folgen für die Patientinnen
- Die starke Chemotherapie ist nicht nur belastend, sondern bringt erhebliche Nebenwirkungen mit sich – körperlich und psychisch.
- In einigen Fällen hätte eine Operation ohne Chemo ausgereicht.
- Es wird von einer „extrem belastenden Situation“ gesprochen, insbesondere weil der Irrtum erst nach Monaten auffiel.
Wie kam es zur Aufdeckung?
- Der Fehler fiel auf, als behandelnde Ärzte bei Folgeuntersuchungen Abweichungen zwischen klinischem Bild und Pathologiebefund feststellten.
- Eine erneute Überprüfung offenbarte den Fehlbefund.
Reaktionen & Konsequenzen
- Das Klinikum hat eine unabhängige Kommission eingeschaltet und will alle betroffenen Fälle aufklären.
- Die Bremer Ärztekammer und die Gesundheitsbehörde sind eingeschaltet.
- Juristische Schritte und Schadenersatzforderungen werden geprüft.