Aktenzeichen 61a IN 594/25
Das Amtsgericht Rostock hat am 1. Dezember 2025 zwei wesentliche Entscheidungen im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der eno energy sun GmbH getroffen. Die Gesellschaft, ansässig im Ostseebad Rerik und im Handelsregister unter HRB 16487 geführt, wird von Geschäftsführer André Freitag vertreten und ist im Bereich der Solartechnik und erneuerbaren Energien tätig.
Zunächst wies das Gericht den Antrag der Schuldnerin auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse ab. Dies bedeutet, dass die vorhandenen Mittel der Gesellschaft nicht ausreichen, um die Kosten eines regulären Insolvenzverfahrens zu decken. Eine solche Entscheidung kennzeichnet regelmäßig das Ende der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit eines Unternehmens und lässt für Gläubiger nur geringe Aussichten auf eine Befriedigung offener Forderungen.
Unmittelbar anschließend hob das Gericht die zuvor am 16. Oktober 2025 angeordneten Sicherungsmaßnahmen wieder auf. Diese hatten bis dahin der Sicherung der Vermögenswerte gedient, um während der vorläufigen Prüfphase einen unkontrollierten Abfluss oder Wertverlust zu verhindern. Mit der nun erfolgten Abweisung des Insolvenzantrags entfällt deren Grundlage, sodass die Maßnahmen nicht weiter aufrechterhalten werden.
Gläubiger und Beteiligte haben die Möglichkeit, gegen die Abweisung des Antrags sofortige Beschwerde einzulegen. Die entsprechende Frist beträgt zwei Wochen und beginnt abhängig von Zustellung, Verkündung oder öffentlicher Bekanntmachung der Entscheidung. Beschwerden müssen schriftlich oder zu Protokoll eines Amtsgerichts eingereicht und fristgerecht beim Amtsgericht Rostock eingegangen sein. Auch die Einreichung als elektronisches Dokument ist zulässig, sofern die technischen Anforderungen eingehalten werden.
Mit diesen Beschlüssen ist das Insolvenzantragsverfahren in seinem Kern beendet. Für die eno energy sun GmbH bedeutet dies faktisch die Feststellung wirtschaftlicher Mittellosigkeit. Wie sich die Situation für Gläubiger und Vertragspartner weiterentwickelt, hängt nun von etwaigen individuellen rechtlichen Schritten oder möglichen Folgeverfahren ab.
Amtsgericht Rostock, 01.12.2025