Beim G20-Gipfel in Johannesburg hat der Bundeskanzler berichtet, er habe sich in einem längeren Telefonat mit dem US-Präsidenten über mögliche Wege zu einem Ende des Krieges in der Ukraine ausgetauscht. Dabei habe er die europäische Haltung klar vertreten.
Er machte deutlich, dass jeder Schritt hin zu einem Frieden nur mit Zustimmung Kyjiws denkbar sei. Forderungen oder Modelle, die die Ukraine unter Druck setzten, lehne Europa ab. In Johannesburg warnte er davor, Lösungen zu akzeptieren, die über die Köpfe der Betroffenen hinweg ausgehandelt würden.
Zugleich betonte er die Notwendigkeit, in enger Abstimmung zwischen den transatlantischen Partnern zu bleiben. Der Gipfel finde in einer Phase statt, in der die geopolitischen Spannungen wachsen und internationale Foren zunehmend vor die Herausforderung gestellt würden, gemeinsame Positionen zu finden.
Für Europa sei es entscheidend, geschlossen aufzutreten und der Ukraine weiterhin Sicherheit und Unterstützung zuzusichern, sagte der Kanzler. Ein Frieden, der lediglich durch äußeren Druck zustande komme, hätte keine Dauer – und würde die europäische Sicherheitsordnung dauerhaft beschädigen.