Eine neue Untersuchung eines wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstituts zeigt: Auch nach dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze bleibt ein Teil der Menschen in Deutschland beruflich aktiv. Demnach arbeitet rund jeder zehnte Mann ab 66 Jahren weiter, bei den Frauen ist es etwa jede zwanzigste. Besonders häufig betrifft das Selbstständige – mehr als ein Drittel von ihnen bleibt über das Rentenalter hinaus erwerbstätig.
Die Motive dafür sind vielfältig. Manche möchten ihre Erfahrung weiterhin einbringen oder schätzen die sozialen Kontakte im Beruf. Andere wiederum sind auf zusätzliche Einnahmen angewiesen – etwa weil die Rente allein nicht ausreicht, um laufende Kosten zu decken. Steigende Lebenshaltungskosten, höhere Mieten und gesundheitliche Ausgaben können den finanziellen Spielraum im Alter spürbar einengen.
Die Studie unterstreicht damit einen Trend, der bereits seit einigen Jahren sichtbar wird: Der Übergang zwischen Erwerbsleben und Ruhestand verschiebt sich zunehmend, und ein klarer Schnitt mit dem letzten Arbeitstag ist für viele Menschen nicht mehr selbstverständlich.