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Charlottenburger Insolvenzgericht stoppt drei Verfahren wegen fehlender Masse

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Drei Unternehmen aus Berlin müssen ihre Hoffnungen auf ein geordnetes Insolvenzverfahren begraben. Das Amtsgericht Charlottenburg hat die jeweiligen Anträge mangels Masse abgewiesen. Für die betroffenen Gesellschaften bedeutet dies, dass selbst die Kosten eines regulären Verfahrens nicht gedeckt werden könnten – und damit auch keine Möglichkeit besteht, Gläubigeransprüche über das Insolvenzrecht zu sichern.

Aktenzeichen: 3615 IN 4441/25 – mekka StageCrew GmbH
Die mekka StageCrew GmbH aus Berlin-Pankow war spezialisiert auf Event- und Bühnen-Crews. Doch trotz eines traditionell starken Marktes im Veranstaltungssektor konnte das Unternehmen seine wirtschaftliche Lage offenbar nicht mehr stabilisieren. Das Gericht sah keine Grundlage für ein Verfahren – ein weiterer Rückschlag für die nach wie vor angeschlagene Eventbranche.

Aktenzeichen: 3611 IN 4567/25 – Armenious Bau GmbH
Die Armenious Bau GmbH, vormals im Bereich Baugewerbe und -überwachung tätig, befand sich bereits im Niedergang, nachdem die Geschäftsräume aufgegeben worden waren. Auch hier fehlt jegliche Insolvenzmasse. Für Gläubiger bedeutet dies, dass offene Forderungen faktisch verloren sind – ein bitteres Ende eines einst ambitionierten Baubetriebs.

Aktenzeichen: 3612 IN 1121/25 und 3612 IN 2835/25 – SBSS Buchhaltungskanzlei Reinick UG
Die SBSS Buchhaltungskanzlei Reinick UG war in zwei parallelen Gläubigerverfahren in der Prüfung. Die Bewertung des Gerichts fiel in beiden Fällen identisch aus: Keine finanziellen Reserven, keine Chance auf eine geordnete Insolvenzabwicklung. Die auf Buchhaltung und Lohnabrechnung spezialisierte Firma ist damit endgültig zahlungsunfähig – ohne jede Perspektive, die Forderungen der Gläubiger zumindest teilweise zu bedienen.

Mit den Entscheidungen ist für alle drei Unternehmen klar: Weder eine Sanierung noch ein geregeltes Abwicklungsverfahren wird stattfinden. Die Abweisungen unterstreichen einmal mehr die wirtschaftliche Zerbrechlichkeit kleinerer Dienstleistungsbetriebe – und lassen betroffene Gläubiger auf leeren Händen zurück.

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