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Trump bricht mit Greene – Streit um Veröffentlichung der Epstein-Akten eskaliert

GabrielDouglas (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat sich öffentlich von der republikanischen Hardlinerin Marjorie Taylor Greene distanziert. Auslöser ist ein parteiinterner Konflikt über die vollständige Veröffentlichung der Epstein-Akten, die zahlreiche Politiker und Prominente belasten könnten. Greene zählt zu den vehementesten Befürworterinnen einer Offenlegung – und stellt sich damit offen gegen den Präsidenten.

Trump bezeichnete die Kongressabgeordnete auf Truth Social als „durchgeknallt“ und „pöbelnde Wahnsinnige“. Er kündigte an, bei den Vorwahlen in ihrem Heimatstaat Georgia gegen sie zu mobilisieren, sollte ein geeigneter Gegenkandidat antreten. Greene reagierte scharf und warf Trump auf X vor, er verbreite Lügen. Beide hätten sich noch am selben Tag Nachrichten zur Causa Epstein geschickt.

Offenlegung könnte parteiübergreifend Mehrheit finden

In der kommenden Woche soll das Repräsentantenhaus über die Veröffentlichung der Akten abstimmen. Nach der Vereidigung einer neu gewählten demokratischen Abgeordneten verfügen Befürworter*innen dort nun über die nötigen 218 Stimmen. Ob der Vorstoß tatsächlich umgesetzt wird, ist jedoch fraglich: Auch der Senat müsste zustimmen – wo Trumps Republikaner die Mehrheit halten – und am Ende Trump selbst.

Der Präsident lehnt die Freigabe der Unterlagen ab und bezeichnete Epstein als „Problem der Demokraten“. Republikaner, die für die Offenlegung stimmen wollen, nannte er „weich und dumm“.

Bruch nach Jahren der Loyalität

Greene galt lange als eine der lautstärksten Unterstützerinnen Trumps. Sie trat als Vertreterin des äußersten rechten Flügels auf, verbreitete Verschwörungsmythen und stellte sich hinter Trumps unbelegte Behauptungen zur Wahl 2020. Der offene Konflikt markiert daher einen bemerkenswerten Bruch im republikanischen Lager – und zeigt, wie explosiv das Thema Epstein für den Präsidenten werden könnte.

Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben. Seine Netzwerke und Kontakte in Politik, Wirtschaft und Unterhaltung sorgen bis heute für politische Erschütterungen – nun auch mitten im Wahlkampfjahr.

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