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Massensterben im Südatlantik: Vogelgrippe rafft Zehntausende See-Elefanten dahin

Michael_Luenen (CC0), Pixabay

Die weltweite Ausbreitung der Vogelgrippe fordert nicht länger nur unter Seevögeln verheerende Opfer. Einer neuen britischen Studie zufolge trifft das aggressive H5N1-Virus nun auch Meeressäuger mit voller Wucht – allen voran See-Elefanten im Südatlantik.

Wie Forschende im Fachjournal Communications Biology berichten, sind in den drei größten See-Elefanten-Kolonien rund um Südgeorgien bereits Zehntausende Tiere verendet. Die Wissenschaftler sprechen von einem beispiellosen Massensterben, das innerhalb weniger Wochen ganze Jahrgänge ausgelöscht hat. Besonders betroffen seien Jungtiere, deren Immunsystem dem Virus nichts entgegenzusetzen habe.

Auch in Südamerika setzt sich das dramatische Bild fort: Entlang der Küsten Argentiniens, Chiles und Perus wurden bereits mehrere tausend tote Robben und Seelöwen gezählt. Behörden warnen, dass die Ausbreitung kaum zu stoppen sei, da sich die Tiere während der Paarungs- und Aufzuchtzeit in großen Kolonien dicht an dicht aufhalten – ein idealer Nährboden für den Erreger.

Forscher befürchten zudem langfristige Folgen für ganze Ökosysteme: See-Elefanten gehören zu den Schlüsselarten der Region. Ein massiver Bestandsrückgang könnte Nahrungsketten verschieben und das marine Gleichgewicht dauerhaft beeinträchtigen.

Die WHO und zahlreiche Forschungsinstitute beobachten die Lage mit großer Sorge. Zwar gilt eine Übertragung des aktuellen H5N1-Stamms auf Menschen weiterhin als sehr selten, doch der Sprung auf immer mehr Säugetierarten zeigt, wie schnell sich das Virus an neue Wirte anpassen kann.

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