Dark Mode Light Mode

„Frühe Bescherung für Diebe: 20 Tannenbäume im Weimarer Land verschwunden“

Kapa65 (CC0), Pixabay

Während der Rest des Landes noch darüber nachdenkt, ob es dieses Jahr „echte Tanne“ oder „Plastikbaum“ sein soll, haben sich im beschaulichen Umpferstedt offenbar ein paar Profis entschieden, das Thema einfach logistisch zu optimieren: Warum kaufen, wenn man auch nachts einbrechen kann?

In der Nacht zum Donnerstag starteten unbekannte Täter eine Art „Operation Nordmanntanne“ und räumten gleich knapp 20 eingetopfte Weihnachtsbäume von einem Christbaumhof ab. Und weil man, wenn man schon mal da ist, schließlich nicht mit leeren Händen gehen möchte, nahmen die Täter direkt noch mehrere Bündel dekorativen Reisigs mit – vermutlich, um das Gesamtbild der gestohlenen Festlichkeit abzurunden.

Dass die Diebe dabei zwei Planenzelte beschädigten, zeigt: Hier war entweder keine große kriminelle Expertise am Werk – oder eine äußerst hastige Flucht. Polizei und Betreiber neigen zu letzterem, denn wer fast zwei Dutzend Topfbäume abtransportiert, braucht entweder Zeit oder einen Transporter… oder beides.

Der Schaden wird auf rund 800 Euro geschätzt. Wohlwollend formuliert: Die Täter hatten offenbar einen recht ambitionierten Weihnachtsplan. Weniger wohlwollend: Sie haben sich wie die personifizierte Vorweihnachtsgrinch-Fraktion verhalten.

Ein Fall mit saisonalem Beigeschmack

Dass Weihnachtsbaumdiebstähle im November passieren, ist eigentlich nicht neu – allerdings ist die Menge der Beute hier schon fast… nun ja… unternehmerisch. Die Polizei prüft daher, ob die Bäume

  • auf einem inoffiziellen Hinterhof-Weihnachtsmarkt,

  • über kleine Online-Anzeigen à la „kaum benutzt, frisch ausgegraben“

  • oder als exklusive Privateluxusware weitergegeben werden.

Reisigpakete inklusive – denn wenn man schon kriminell kreativ wird, darf nichts fehlen.

Der Betreiber ist fassungslos

Für den Christbaumhof, der traditionell auf die Adventszeit setzt, ist der Vorfall ein denkbar schlechter Start in die Saison. „Man möchte den Menschen eine schöne Weihnachtszeit bieten… und dann kommen welche, die holen sich hier einfach ihr Komplettpaket ab“, könnte man sich aus Unternehmersicht denken.

Polizei ermittelt – und hofft auf Hinweise

Da die Tatzeit in der Nacht zum Donnerstag liegt, ermittelt die Polizei nun in alle Richtungen. Vielleicht hat jemand etwas gesehen, vielleicht wurde ein Fahrzeug beobachtet – oder vielleicht haben die Täter einfach irgendwo plötzlich 20 dekorierte Töpfe stehen, die vorher nicht da waren.

Die Hoffnung bleibt, dass dieser Fall nicht in die alljährliche Liste der „ungeklärten Weihnachtsverbrechen“ eingeht – direkt zwischen entwendeten Adventskranzlichtern und verschollenen Glühweinfässern.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über die Kipperland GmbH angeordnet – Aktenzeichen 9 IN 1066/25

Next Post

Warnungen der IOSCO