Ein Moment der Unachtsamkeit hat in Oberösterreich zu einem unfassbaren Unglück geführt: Eine Mutter hat beim Zurücksetzen ihres Autos ihre einjährige Tochter überfahren. Das Mädchen erlitt so schwere Verletzungen, dass es noch an der Unfallstelle starb.
Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich das Drama am Freitagabend im Bezirk Schärding, rund 20 Kilometer südlich der bayerischen Grenze bei Passau. Die Eltern hatten gemeinsam auf ihrem Grundstück die Reifen ihres Autos gewechselt. Als die Arbeit beendet war, wollte die 29-jährige Mutter den Wagen von der Garageneinfahrt zurücksetzen.
Dabei bemerkte sie nicht, dass sich ihre kleine Tochter direkt hinter dem Fahrzeug befand. „Kurz nachdem sie zurückgesetzt hatte, hörte die Frau einen dumpfen Knall und stoppte sofort“, heißt es im Polizeibericht.
Der Vater reagierte geistesgegenwärtig und versuchte, das Auto mit einem Wagenheber anzuheben, um seine Tochter zu befreien. Doch alle Bemühungen blieben vergeblich: Das Kind war so schwer verletzt, dass die alarmierten Rettungskräfte nur noch den Tod feststellen konnten – trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen.
Die Familie steht unter schwerem Schock. Auch die eingesetzten Rettungskräfte und Polizisten werden psychologisch betreut. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus – ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen.
Die Gemeinde Kopfing steht unter großer Betroffenheit. Bürgermeister und Nachbarn sprachen den Eltern ihr tiefes Mitgefühl aus. Ein Polizeisprecher sagte: „Das ist das Schlimmste, was einer Familie passieren kann – ein furchtbares Unglück, das niemand verhindern konnte.“