In München haben rund 40 pro-palästinensische Aktivistinnen und Aktivisten während einer Kundgebung das Hauptgebäude der Technischen Universität München (TUM) betreten.
Die Demonstration stand unter dem Motto „Students against TUM Complicity – Stop Research for Apartheid“.
Nach Angaben der Polizei zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst vom Königsplatz durch die Stadt zur Universität, wo sie in die Eingangshalle vordrangen.
Vom Dach des Gebäudes aus soll Pyrotechnik gezündet worden sein und ein Transparent entrollt worden sein.
Die Aktivisten warfen der Universität vor, über Forschungs- und Technologiekooperationen mit israelischen Partnern Mitverantwortung für die militärischen Aktionen im Gazastreifen zu tragen.
Nach etwa zwei bis zweieinhalb Stunden verließen die Aktivisten das Gebäude freiwillig – nachdem die Universität mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gedroht hatte.
Die Universität selbst hat bislang keine detaillierte Stellungnahme zu der Aktion veröffentlicht.
Die Polizei leitete Ermittlungen ein, unter anderem wegen Hausfriedensbruchs.
Hintergrund:
Die Aktion reiht sich ein in eine Reihe von Protesten gegen universitäre Kooperationen mit israelischen Institutionen im Kontext des Gaza-Krieges. Kritiker stellen dabei in Frage, inwiefern Forschung an deutschen Hochschulen in Technologien involviert sein kann, die militärisch oder rüstungstechnisch verwendet werden könnten.
Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen auch Angaben zur Reaktion der Universität, zu möglichen Konsequenzen oder zur Rolle der Sicherheitsbehörden bei dieser Aktion zusammenstellen.