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Geplante Hunde-Abgabe gekippt: Südtirol verzichtet vorerst auf neue Touristensteuer

falellorente (CC0), Pixabay

Die umstrittene „Hunde-Kurtaxe“ für Südtiroler Urlauber kommt nun doch nicht. Die Landesregierung in Bozen hat ihre Pläne für eine neue Abgabe kurzfristig zurückgezogen, nachdem sich im Regionalparlament keine Mehrheit dafür fand. Damit bleibt es für Urlauber und Einheimische vorerst bei den bisherigen Regeln – eine zusätzliche Belastung für Hundebesitzer ist vom Tisch.

Ursprünglich sollte ab 2026 für jeden mitgebrachten Vierbeiner ein täglicher Tarif von 1,50 Euro fällig werden. Parallel war eine landesweit einheitliche Jahressteuer für Einheimische geplant: 100 Euro pro Hund, unabhängig von Gemeindegrenzen. Ziel war eine Vereinheitlichung der bislang teils stark unterschiedlichen kommunalen Hundesteuern sowie ein zusätzlicher Beitrag zu Reinigung und Infrastruktur in stark frequentierten Tourismusorten.

Doch gegen diese Pläne regte sich schnell Widerstand – sowohl bei den Gemeinden als auch in Tourismusverbänden und Hundehalter-Initiativen. Kritiker sahen eine zusätzliche Hürde für Familienurlaube und befürchteten einen bürokratischen Mehraufwand ohne spürbaren Nutzen. Auch wirtschaftlich sensible Regionen wie Gröden, das Pustertal oder der Vinschgau warnten zuvor, die Abgabe könne Gäste abschrecken.

Der zuständige Landesrat bestätigte nun, dass das Vorhaben nicht weiterverfolgt wird. Ohne Rückhalt im Parlament wäre das Modell nicht durchsetzbar. Besonders hoch war die Skepsis gegenüber der Touristenabgabe – Südtirol zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Reisender, viele von ihnen mit Hund unterwegs.

Damit bleibt die Gesetzesreform vorerst auf Eis. Ob später eine neue, weniger umstrittene Regelung erarbeitet wird, ist offen.

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