Gute Nachrichten für Millionen Gaskunden in Deutschland: Der Bundestag hat beschlossen, die umstrittene Gasspeicherumlage abzuschaffen. Damit entfällt eine Abgabe, die seit der Energiekrise 2022 für die staatlich angeordnete Befüllung der Gasspeicher erhoben worden war.
Die Kosten in Höhe von bis zu 3,4 Milliarden Euro, die bis Ende 2025 angefallen wären, übernimmt nun der Bund – finanziert aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher in Zeiten anhaltend hoher Energiekosten zu entlasten.
Die Umlage hatte zuletzt 0,289 Cent pro Kilowattstunde betragen. Das entspricht einer Belastung von rund 30 bis 60 Euro jährlich für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt. Mit dem Beschluss entfallen diese Zusatzkosten künftig vollständig.
Ursprünglich war die Umlage eingeführt worden, um die Gasspeicher nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wieder aufzufüllen und die Energieversorgung im Winter zu sichern. Seitdem sind die Speicher in Deutschland auf ein Rekordniveau gefüllt – zuletzt lag der Füllstand bei über 95 Prozent.
Mit der Entscheidung des Bundestages endet ein weiterer Teil der Sondermaßnahmen aus der Energiekrise. Zugleich soll die Entlastung ein Signal an Bürgerinnen und Bürger sein, dass sich die Energieversorgung wieder stabilisiert hat.
Der Bundesrat muss der Gesetzesänderung noch zustimmen, was als Formsache gilt. Die Abschaffung der Umlage könnte damit bereits zum Jahresbeginn 2026 in Kraft treten.