Die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) hat eine offizielle Warnung vor dem Anbieter „SageMaster TechHost WorldWide INC.“ ausgesprochen. Laut der Aufsichtsbehörde tritt das Unternehmen mit Sitz in The Valley, Anguilla (British West Indies) unter der Internetadresse https://sagemaster.io sowie der E-Mail-Adresse support@sagemaster.io auf – verfügt jedoch über keine behördliche Genehmigung, um in Österreich konzessionspflichtige Finanz- oder Wertpapiergeschäfte zu erbringen.
Kein konzessioniertes Finanzunternehmen
Die FMA betont, dass SageMaster TechHost WorldWide INC. keine Berechtigung besitzt, Aufträge für Kunden auszuführen oder Wertpapierdienstleistungen anzubieten, wie sie im § 3 Abs. 2 Z 6 des Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG 2018) geregelt sind. Damit verstößt das Unternehmen gegen österreichisches Finanzmarktrecht.
Diese Warnung erfolgt gemäß § 92 Abs. 11 WAG 2018, der es der Behörde erlaubt, vor nicht konzessionierten Anbietern öffentlich zu warnen, um Verbraucher vor möglichen finanziellen Schäden zu schützen.
Dubiose Geschäftsmodelle und Offshore-Sitz
Der angebliche Sitz des Unternehmens auf Anguilla, einem britischen Überseegebiet in der Karibik, ist ein typisches Warnsignal: Viele nicht lizenzierte Anbieter wählen solche Offshore-Standorte, um sich der europäischen Finanzaufsicht zu entziehen. Dortige Firmenregister sind oft unzureichend reguliert, was es Betrügern erleichtert, mit gefälschten Webseiten oder falschen Versprechungen aufzutreten.
Zudem lassen sich auf der Webseite sagemaster.io keine überprüfbaren Angaben zu verantwortlichen Personen, Lizenznummern oder beaufsichtigenden Behörden finden – ein weiteres Indiz für ein hohes Risiko für Anleger.
Was bedeutet das für österreichische Anleger?
Wer in Österreich Bankgeschäfte, Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen anbietet, benötigt eine ausdrückliche Zulassung der FMA. Diese Erlaubnis dient dem Schutz der Anleger und stellt sicher, dass nur vertrauenswürdige Anbieter mit geprüften Strukturen tätig sind.
Unternehmen ohne Lizenz unterliegen keiner Kontrolle, was bedeutet, dass Anleger im Schadensfall kaum rechtliche Handhabe haben, ihr Geld zurückzuerhalten. Die FMA warnt daher eindringlich davor, über SageMaster TechHost WorldWide INC. oder ähnliche Plattformen Geld zu investieren oder persönliche Daten preiszugeben.
So schützen Sie sich vor betrügerischen Online-Brokern
Die FMA empfiehlt Anlegern, vor jeder Investition zu prüfen, ob ein Anbieter in der offiziellen Unternehmensdatenbank der FMA gelistet ist. Dort sind alle lizenzierten Banken, Wertpapierfirmen und Finanzdienstleister mit gültiger Konzession aufgeführt.
Weitere Anzeichen für unseriöse Anbieter sind:
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Sitz in Offshore-Staaten oder Briefkastenadressen
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Fehlende Impressumsangaben und Kontaktmöglichkeiten
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Unrealistische Renditeversprechen
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Drängende Anrufe oder Aufforderungen zu schnellen Einzahlungen
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Zahlungsaufforderungen in Kryptowährungen
Fazit
Mit der aktuellen Warnung unterstreicht die FMA erneut, wie wachsam Anleger beim Online-Investment sein müssen. Der Fall SageMaster TechHost WorldWide INC. zeigt exemplarisch, wie vermeintlich seriöse Plattformen versuchen, mit professionell gestalteten Webseiten Vertrauen zu erwecken – ohne über jegliche Erlaubnis oder Kontrolle zu verfügen.
Wer Zweifel hat oder Opfer eines unseriösen Anbieters geworden ist, sollte sofort die FMA oder die Polizei verständigen und keine weiteren Zahlungen leisten.
🔍 Weitere Informationen:
Die offizielle Unternehmensdatenbank der FMA finden Sie unter: https://www.fma.gv.at
Hier können Sie prüfen, ob ein Anbieter über eine gültige Lizenz verfügt.