Die Finanzmarktaufsicht (FMA) warnt eindringlich vor Angeboten der Plattform „FDmin“, die derzeit über WhatsApp-Gruppen in Umlauf gebracht werden. Laut FMA handelt es sich dabei um nicht konzessionierte Anbieter, die weder Bank- noch Wertpapiergeschäfte in Österreich ausüben dürfen.
Demnach besitzt FDmin keine Berechtigung, um Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anzubieten. Insbesondere untersagt ist dem Anbieter:
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die Vermittlung von Krediten gemäß § 1 Abs. 1 Z 18 lit. b des Bankwesengesetzes (BWG),
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die Anlageberatung nach § 3 Abs. 2 Z 1 des Wertpapieraufsichtsgesetzes 2018 (WAG 2018),
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sowie die Ausführung von Kundenaufträgen im Sinne des § 3 Abs. 2 Z 6 WAG 2018.
Die Aufsichtsbehörde weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Verwechslungsgefahr mit seriösen und beaufsichtigten Finanzdienstleistern besteht. Die professionell gestalteten Gruppen und Werbenachrichten sollen den Eindruck erwecken, es handle sich um legale Anlageangebote – tatsächlich fehlt aber jede behördliche Zulassung.
Die Warnung der FMA stützt sich auf § 4 Abs. 7 BWG und § 92 Abs. 11 WAG 2018 und soll Anlegerinnen und Anleger vor möglichen Betrugs- oder Verlustfällen schützen.
Einschätzung aus Anlegersicht
Für Anleger ist äußerste Vorsicht geboten: Angebote über WhatsApp, Telegram oder Social Media sind ein klassisches Einfallstor für Finanzbetrug. Oft locken die Betreiber mit hohen Renditeversprechen, vermeintlich „exklusiven Tipps“ oder kostenlosen Anlagetrainings – nur um anschließend Geldtransfers oder persönliche Daten zu erschleichen.
Da FDmin keinerlei Erlaubnis zur Vermittlung oder Verwaltung von Kapital besitzt, ist jegliche Zusammenarbeit mit diesem Anbieter riskant. Wer bereits investiert oder Geld überwiesen hat, sollte sofort seine Bank informieren und gegebenenfalls Anzeige erstatten.
Die FMA empfiehlt grundsätzlich, vor jeder Geldanlage zu prüfen, ob ein Anbieter über eine offizielle Konzession verfügt. Eine aktuelle Liste aller zugelassenen Finanzdienstleister ist auf der Website der FMA abrufbar.
Fazit:
FDmin ist kein zugelassener Finanzdienstleister. Anleger sollten den Namen kennen – und Abstand halten. Wer seine Finanzen schützen will, sollte sich nicht von WhatsApp-Gruppen mit schnellen Gewinnen verführen lassen, sondern auf seriöse, regulierte Anbieter setzen.