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Butter wird wieder billiger – Preise fallen auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren

Efraimstochter (CC0), Pixabay

Die Kundinnen und Kunden in Deutschland können sich freuen: Der Butterpreis im Einzelhandel sinkt erneut – und erreicht den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigt, haben mehrere große Supermarktketten und Discounter ihre Preise für Deutsche Markenbutter ihrer Eigenmarken in dieser Woche um weitere zehn Cent auf 1,39 Euro pro 250-Gramm-Päckchen gesenkt. Auch andere Butterprodukte und Markenvarianten sollen in den kommenden Tagen günstiger werden.

Mehr Milch, weniger Nachfrage – das drückt die Preise

Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) ist die aktuelle Preisentwicklung vor allem auf ein Überangebot an Milch zurückzuführen. In vielen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, haben die Landwirte ihre Milchproduktion in den letzten Monaten deutlich gesteigert. Gleichzeitig sei die Nachfrage im Inland und im Exportbereich verhalten – sowohl von der Lebensmittelindustrie als auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

„Das Zusammenspiel aus hohem Angebot und zurückhaltender Nachfrage führt derzeit zu sinkenden Preisen entlang der gesamten Milchkette“, heißt es von der AMI. Auch die Großhandelspreise für Butter und Milchfett sind in den vergangenen Wochen deutlich gefallen.

Preissenkungen setzen sich fort – Verbraucher spüren Entlastung

Bereits im September hatten Einzelhändler die Preise für Butter zweimal gesenkt. Mit der aktuellen Reduzierung auf 1,39 Euro pro Päckchen liegt der Preis nun so niedrig wie seit Mitte 2022 nicht mehr.

Besonders Discounter wie Aldi, Lidl, Penny und Netto, aber auch große Supermarktketten wie Rewe und Edeka, ziehen bei den Preissenkungen meist gleichzeitig nach. Grund dafür ist der harte Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel, der häufig dazu führt, dass sich Preisänderungen bei Grundnahrungsmitteln innerhalb weniger Tage branchenweit durchsetzen.

Gute Nachrichten für Verbraucher, schlechte für Erzeuger

Während sich Verbraucherinnen und Verbraucher über günstigere Preise freuen, sehen Milchbauern und Erzeugergemeinschaften die Entwicklung kritisch. Denn die sinkenden Butterpreise gehen häufig mit geringeren Auszahlungspreisen für Rohmilch einher.

„Was für Konsumenten ein Grund zur Freude ist, bedeutet für viele Milchbauern sinkende Einnahmen“, erklärt ein Sprecher des Deutschen Bauernverbands. Insbesondere kleinere Betriebe stünden angesichts steigender Produktionskosten – etwa für Energie, Futter und Transport – unter Druck.

Wie geht es weiter?

Ob die Butterpreise weiter fallen, hängt laut Marktexperten von mehreren Faktoren ab:

  • der Entwicklung der Milchproduktion in den kommenden Monaten,

  • der Nachfrage im Weihnachtsgeschäft,

  • und den Exportmöglichkeiten für Milchfettprodukte in Drittländer.

Sollte die Nachfrage wieder anziehen oder das Angebot saisonal zurückgehen, könnte sich der Preis stabilisieren. Aktuell deutet jedoch vieles darauf hin, dass Butter und Milchprodukte auch in den kommenden Wochen vergleichsweise günstig bleiben.

Fazit

Nach Monaten steigender Lebenshaltungskosten kommt die Butterpreissenkung für viele Verbraucherinnen und Verbraucher wie eine kleine Entlastung. Während die Preise an den Rohstoffmärkten fallen, zeigt sich einmal mehr, wie stark Agrarmarkt, Handel und Verbraucherpreise miteinander verflochten sind.

Für Landwirte bleibt die Entwicklung allerdings ein Warnsignal – denn niedrige Verbraucherpreise bedeuten in der Regel schwächere Einnahmen für die Erzeuger.

So bringt der Preisrutsch bei Butter Erleichterung im Supermarktregal, aber Sorgen auf den Höfen.

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