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Trump bedauert Amtszeitbegrenzung – „Schade, dass ich nicht noch einmal kandidieren darf“

MIH83 (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat sein Bedauern darüber geäußert, dass er laut Verfassung kein drittes Mal für das Amt kandidieren darf. Auf dem Flug nach Südkorea sagte Trump gegenüber Reportern an Bord der Air Force One, es sei „schade“, dass er nicht erneut antreten könne.

„Wenn man die Verfassung liest, ist es klar: Ich darf nicht kandidieren. Das ist schade“, so Trump wörtlich.

Alte Idee, neues Thema

Seit seiner Wiederwahl im November 2024 hatte Trump immer wieder mit der Idee einer weiteren Amtszeit gespielt – mal scherzhaft, mal mit ernsterem Unterton. Seine jüngste Äußerung dürfte die Diskussion darüber erneut anheizen, wie er und seine Anhänger mit der verfassungsmäßigen Amtszeitbegrenzung umgehen wollen.

Der 22. Zusatzartikel zur US-Verfassung legt fest, dass eine Person nur zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf. Die Regel wurde 1951 eingeführt, nachdem Franklin D. Roosevelt vier Amtszeiten bestritten hatte.

Zwischen Ironie und politischem Kalkül

Beobachter sehen Trumps Bemerkung als typisch strategischen Schachzug. „Er testet die Reaktionen – sowohl seiner Basis als auch der politischen Gegner“, sagte der Politikwissenschaftler Mark Daniels von der Georgetown University. „Mit einem Satz kann er Loyalität signalisieren, Empörung erzeugen und die Schlagzeilen dominieren.“

Tatsächlich reagierten viele seiner Anhänger in sozialen Netzwerken prompt begeistert. Unter Hashtags wie #Trump2028 oder #ThirdTermNow forderten sie, die Amtszeitbegrenzung zu überdenken. Kritiker hingegen warfen dem Präsidenten vor, erneut mit den Grundpfeilern der US-Demokratie zu kokettieren.

Verfassungsänderung unwahrscheinlich

Rein rechtlich wäre eine Verfassungsänderung notwendig, um eine dritte Amtszeit zu ermöglichen – ein Schritt, der in den USA politisch kaum realistisch ist. Dafür müssten zwei Drittel beider Kongresskammern sowie drei Viertel der Bundesstaaten zustimmen.

Trotzdem bleibt Trump seiner Linie treu: provokant, selbstbewusst und mit einem Gespür für Themen, die spalten – und mobilisieren.

„Ich habe noch viel zu tun für dieses Land“, sagte er mit einem Lächeln. „Aber die Regeln sind, wie sie sind.“

Ob ernst gemeint oder politisches Theater – Trumps Kommentar zeigt einmal mehr, dass auch nach zwei Amtszeiten der ehemalige Reality-Star die politische Bühne nicht verlassen will.

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