Ein perfider Betrug erschüttert Köln: Zwei falsche Investoren haben eine Seniorin um mehrere Hunderttausend Euro gebracht. Wie die Polizei mitteilte, täuschten die Täter zunächst Interesse am Kauf eines Rennpferdes vor – doch ihr eigentliches Ziel war ein gefälschter Goldhandel, mit dem sie die Frau um ihr Vermögen brachten.
Vom Pferdegeschäft zum Goldbetrug
Die beiden Männer hatten sich bei der Seniorin als seriöse Geschäftsmänner ausgegeben, die angeblich ein Rennpferd erwerben wollten. Nach einem ersten Treffen überzeugten sie ihr Opfer, zusätzlich in ein lukratives Goldgeschäft zu investieren. Der Deal klang verlockend – schnelle Gewinne, angeblich abgesichert durch Bargeld.
Doch als die Frau schließlich das versprochene Geld erhielt, stellte sich heraus: Die Banknoten waren Fälschungen.
Polizei sucht nach Tätern mit Phantombildern
Die Polizei Köln hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun mit Phantombildern nach den beiden mutmaßlichen Betrügern. Laut Beschreibung sollen sie sich „höchst professionell“ verhalten und gezielt das Vertrauen der Frau erschlichen haben.
„Der Fall zeigt einmal mehr, wie raffiniert Betrüger vorgehen, um insbesondere ältere Menschen in finanzielle Fallen zu locken“, warnte ein Polizeisprecher.
Warnung vor ähnlichen Maschen
Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Angebliche Investoren oder Goldhändler, die ohne klare Herkunftsnachweise oder schriftliche Verträge auftreten, seien ein ernstzunehmendes Warnsignal. In vielen Fällen nutzen Kriminelle die Gutgläubigkeit und Einsamkeit älterer Menschen aus, um an hohe Summen zu gelangen.
Wer ähnliche Angebote erhält oder sich unsicher fühlt, solle keine Geschäfte abschließen, sondern sich umgehend an die Polizei oder eine Vertrauensperson wenden.
Ermittlungen laufen
Die Beamten hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer die Täter kennt oder verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Köln zu melden.
„Es geht um einen erheblichen finanziellen Schaden und das Vertrauen einer älteren Frau, das schamlos ausgenutzt wurde“, so ein Ermittler.
Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Betrugsdelikten gegen Senioren, die bundesweit zunehmen – oft unter dem Deckmantel von Investments, Goldgeschäften oder vermeintlichen Erbschaften.