Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor den WhatsApp-Gruppen „A4-Rendite-Ratgeber“ und „Aktienanalyse-Studio“, die unter dem Namen einer angeblichen BMBEX GmbH auftreten. In diesen Gruppen werden Verbraucherinnen und Verbraucher dazu verleitet, über die App „BMEBEX“ oder die Website bmebex(.)com vermeintliche Finanzgeschäfte abzuschließen.
Nach Erkenntnissen der BaFin bieten die unbekannten Betreiber ohne Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen an. Es besteht kein Zusammenhang mit dem real existierenden, in Spanien ansässigen Finanzunternehmen Bestinver Gestion, S.A., S.G.I.I.C. oder einem seiner verbundenen Unternehmen. Die BaFin spricht von einem klaren Fall von Identitätsmissbrauch zulasten des spanischen Vermögensverwalters und seiner Mitarbeiter.
Wie die Betrugsmasche abläuft
Laut der BaFin folgt der Ablauf einem wiederkehrenden Muster, das in zahlreichen Fällen beobachtet wurde:
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Köder über Social Media:
Über Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube werden Werbeanzeigen geschaltet, in denen mit kostenlosen Börsentipps, Aktienanalysen oder vermeintlich exklusivem Expertenwissen geworben wird – oft unter Verwendung bekannter Wirtschaftsnamen oder Logos seriöser Finanzinstitute. -
Kontaktaufnahme per WhatsApp:
Interessierte Nutzerinnen und Nutzer werden dazu aufgefordert, sich über WhatsApp zu melden und speziellen Gruppen beizutreten, in denen angeblich professionelle Börsenanalysten aktiv sind. -
Aufbau von Vertrauen:
In den Gruppen treten angebliche Finanzexperten oder Coaches auf, die regelmäßig „Unterrichtsstunden“ und „Marktanalysen“ anbieten. Die Kommunikation wirkt professionell, teilweise wird mit echten Marktdaten gearbeitet, um Seriosität vorzutäuschen. -
Angebot vermeintlicher Investments:
Nach einigen Wochen wird ein exklusives Anlagesystem oder eine App vorgestellt – etwa die Plattform BMEBEX. Den Teilnehmenden wird suggeriert, nur für kurze Zeit Zugang zu dieser profitablen Handelsmöglichkeit zu erhalten. -
Erste Erfolge und Einzahlungen:
Zur Vertrauensbildung werden oft kleine Testauszahlungen ermöglicht. Anschließend werden höhere Einzahlungen gefordert – meist auf ausländische Konten oder in Kryptowährungen. -
Verlust und Kontaktabbruch:
Sobald größere Beträge überwiesen sind, werden Auszahlungen verweigert, Konten gesperrt oder angebliche „Verifizierungsgebühren“ verlangt. In vielen Fällen verschwinden die Betreiber danach spurlos, und die Website ist kurze Zeit später nicht mehr erreichbar.
Warnung der BaFin: Kein Handel über BMEBEX
Die BaFin betont, dass BMEBEX weder in Deutschland noch in einem anderen EU-Staat eine gültige Lizenz besitzt. Wer über die App oder Website handelt, begibt sich in ein hohes Risiko, Opfer eines Anlagebetrugs zu werden.
Finanz- und Kryptowerte-Dienstleistungen dürfen in Deutschland nur mit einer Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Anlegerinnen und Anleger sollten daher vor jeder Investition prüfen, ob ein Anbieter in der BaFin-Unternehmensdatenbank verzeichnet ist.
Rechtliche Grundlage der Warnung
Diese offizielle Information der BaFin erfolgt gemäß
§ 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) und § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG).
Fazit
Die Betrugsmasche rund um BMEBEX zeigt, wie professionell und psychologisch geschickt Online-Anlagebetrüger mittlerweile vorgehen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten misstrauisch werden, wenn Finanzangebote über Messenger-Dienste oder soziale Medien verbreitet werden – und niemals Geld an unbekannte Plattformen überweisen. Wer bereits betroffen ist, sollte sofort seine Bank informieren, Beweise sichern und Strafanzeige erstatten.