Dark Mode Light Mode

Unbegrenztes Surfen – aber zu welchem Preis? Stiftung Warentest prüft Unlimited-Tarife

ijmaki (CC0), Pixabay

Unlimitiertes Datenvolumen klingt nach digitaler Freiheit ohne Grenzen: Streamen, surfen, arbeiten – jederzeit und überall, ohne sich Sorgen um den Verbrauch zu machen. Doch was nach einem Paradies für Smartphone-Nutzer klingt, ist in der Praxis nicht für jeden ein lohnendes Angebot. Die Stiftung Warentest hat die gängigen Unlimited-Tarife in Deutschland untersucht – mit einem klaren Fazit: Nur für echte Vielnutzer lohnt sich der Griff zum unbegrenzten Datentarif.

Laut den Testern zahlen viele Kundinnen und Kunden für Kapazitäten, die sie gar nicht ausschöpfen. Wer sein Smartphone überwiegend für Messenger, E-Mails oder gelegentliches Streaming nutzt, kommt mit einem herkömmlichen Datentarif meist deutlich günstiger davon. Erst wer regelmäßig große Datenmengen überträgt – etwa beim Arbeiten im Homeoffice, beim Streamen in hoher Qualität oder bei langen Pendelstrecken ohne WLAN – profitiert von den sogenannten Unlimited-Angeboten.

Besonders überzeugen konnte im Test das Angebot der Deutschen Telekom, das mit stabiler Netzabdeckung und hoher Geschwindigkeit punktete – allerdings auch mit dem höchsten Preis. Vodafone schnitt ebenfalls gut ab, vor allem bei der Netzqualität in städtischen Gebieten. Günstiger, aber mit teils deutlichen Einschränkungen bei der Geschwindigkeit, zeigten sich die Tarife von Telefónica (O2).

Der Warentest-Experte rät deshalb, den tatsächlichen Datenverbrauch genau zu prüfen, bevor man sich für einen der teuren Unlimited-Tarife entscheidet. Denn unbegrenzt ist hier vor allem eines – der Preis.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Die vielversprochene Freiheit des grenzenlosen Surfens lohnt sich nur für jene, die sie wirklich nutzen. Für alle anderen ist der klassische Tarif mit begrenztem Datenvolumen oft die vernünftigere und preiswertere Wahl.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Windpark Wohnste Beteiligungs GmbH bleibt defizitär – Beteiligungsgesellschaft mit stabiler Bilanz, aber ohne operative Erträge

Next Post

Industrie im freien Fall – Deutschland droht den Anschluss zu verlieren