Sachsen rüstet seinen Sicherheitsapparat weiter auf: Die Polizei des Freistaats hat zwei neue Sondereinheiten zur Bekämpfung extremistischer und sicherheitsgefährdender Bedrohungen eingerichtet. Das Innenministerium bestätigte entsprechende Berichte der Sächsischen Zeitung und der Leipziger Volkszeitung.
Künftig wird die neue Soko „Relix“ für Ermittlungen im Bereich islamistischer Terrorismus und religiös motivierter Extremismus zuständig sein. Damit erweitert Sachsen seine spezialisierte Struktur, die bislang auf die Bereiche Rechts- und Linksextremismus ausgerichtet war.
Eine zweite Sonderkommission widmet sich laut Ministerium den Themen Spionage und Sabotage – ein Bereich, der angesichts der geopolitischen Spannungen und zunehmender Cyberangriffe stark an Bedeutung gewonnen hat. Die Einheit soll eng mit dem Verfassungsschutz sowie mit Bundesbehörden zusammenarbeiten.
„Die Bedrohungslage hat sich verändert – Extremismus und Spionage sind längst keine Randphänomene mehr“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Ziel sei es, „schneller, vernetzter und mit klaren Zuständigkeiten“ auf sicherheitsrelevante Entwicklungen zu reagieren.
Mit den neuen Sondereinheiten will Sachsen seine Polizei noch schlagkräftiger machen – und zugleich ein Signal setzen, dass der Freistaat jeglichen Formen extremistischer Gewalt und ausländischer Einflussnahme entschieden entgegentritt.