In der Nacht zum Sonntag ist im schwäbischen Altenstadt an der Iller ein Treffen der Tuning- und Poserszene völlig außer Kontrolle geraten. Laut Polizei hatten sich auf einem Firmengelände nahe der Autobahnausfahrt mehrere Hundert Fahrzeuge versammelt, während dutzende weitere Autos in den umliegenden Straßen und Wohngebieten parkten.
Die Teilnehmer ließen Motoren aufheulen, drehten mit quietschenden Reifen ihre Runden und drifteten über das Gelände – sehr zum Ärger der Anwohner, die wegen des Lärms die Polizei alarmierten. Als die Einsatzkräfte eintrafen und das Treffen auflösen wollten, kippte die Stimmung.
Bis zu 200 Personen stellten sich den Beamten entgegen, warfen Pyrotechnik und schossen teilweise mit Feuerwerkskörpern in Richtung der Polizei. Erst nachdem Verstärkung aus umliegenden Dienststellen eintraf, gelang es den Einsatzkräften, die Situation unter Kontrolle zu bringen und das Gelände zu räumen.
Mehrere Fahrzeuge wurden sichergestellt, gegen zahlreiche Beteiligte wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und illegaler Fahrzeugrennen ermittelt. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Die Polizei kündigte an, künftig stärker gegen spontane Treffen der Szene vorzugehen. Solche Veranstaltungen hätten „nichts mehr mit harmloser Fahrzeugleidenschaft zu tun, sondern gefährden massiv die öffentliche Sicherheit“, so ein Sprecher.