Dark Mode Light Mode

Kim Jong Un verschärft Rhetorik – Neue Drohungen wegen US-Militär in Südkorea

kirill_makes_pics (CC0), Pixabay

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat mit scharfen Worten auf die zunehmende militärische Präsenz der USA in Südkorea reagiert und weitere „strategische Maßnahmen“ angekündigt. Bei einer Militärausstellung zum 80. Gründungstag der Arbeiterpartei Koreas erklärte Kim, die Stationierung zusätzlicher US-Streitkräfte in der Region habe zur Folge, dass auch Nordkorea seine Verteidigungsstrategie neu ausrichte.

„Parallel zur Aufstockung der US-Streitkräfte in Südkorea ist auch unser strategisches Interesse in der Region gewachsen“, sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Man habe „besondere Waffensysteme auf strategische Ziele gerichtet“, fügte er hinzu – ohne jedoch konkrete Details zu nennen.

Indirekte Drohung – aber keine Details

Die Äußerungen fielen am Rande einer groß angelegten Militärschau, bei der Nordkorea erneut seine modernen Waffensysteme präsentierte, darunter offenbar neue ballistische Raketen. Kim nutzte den symbolträchtigen Auftritt, um die Haltung seines Regimes zu untermauern: Nordkorea sehe sich zunehmend von den USA und Südkorea bedroht und werde entsprechend reagieren.

„Ich glaube, unsere Feinde sollten sich Sorgen um ihre Sicherheit machen“, sagte Kim. Beobachter werten dies als indirekte Drohung gegen die USA und deren Verbündete in der Region, insbesondere Japan und Südkorea.

US-Truppenpräsenz als Dauerstreitpunkt

Die USA unterhalten derzeit rund 28.500 Soldatinnen und Soldaten in Südkorea, um im Ernstfall schnell auf Bedrohungen aus dem Norden reagieren zu können. Seit Monaten verstärken die USA und Südkorea ihre gemeinsamen Militärübungen – was Nordkorea regelmäßig als „provokativen Akt“ verurteilt.

Kim bezeichnet diese Manöver als Generalproben für einen Angriff auf sein Land. In der Vergangenheit reagierte Nordkorea darauf immer wieder mit Raketentests und militärischer Aufrüstung.

Lage auf der Koreanischen Halbinsel angespannt

Die Drohungen Kims verschärfen die ohnehin angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel weiter. Internationale Beobachter und UN-Experten warnen regelmäßig vor einer Eskalation, sollten Missverständnisse oder Zwischenfälle zu einem militärischen Schlagabtausch führen.

Ein hochrangiger Vertreter der südkoreanischen Regierung wies Kims Aussagen als „unverantwortlich und gefährlich“ zurück. Man werde die Verteidigungsfähigkeit des Landes gemeinsam mit den USA weiter ausbauen, um auf jede Provokation vorbereitet zu sein.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Nächtliches Tunertreffen in Altenstadt eskaliert – Polizei mit Pyrotechnik attackiert

Next Post

220.000 Euro für einen Stier – Das Luxusleben des Rekord-Bullen „Melodie“