Dark Mode Light Mode

Schüsse aus dem Hafen: Drei Tote bei Angriff auf Bar in North Carolina

geralt (CC0), Pixabay

Ein schweres Gewaltverbrechen hat am Samstagabend die Kleinstadt Southport im US-Bundesstaat North Carolina erschüttert. Nach Angaben der Polizei eröffnete ein unbekannter Täter von einem Boot aus das Feuer auf Gäste einer beliebten Hafenbar – drei Menschen kamen dabei ums Leben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt.

Der Angriff ereignete sich gegen Abend in einer bei Einheimischen und Touristen beliebten Gegend mit mehreren Bars und Restaurants direkt am Wasser. Augenzeugen berichten von Panik und Chaos, als plötzlich Schüsse fielen. „Wir dachten zuerst, es seien Feuerwerkskörper“, sagte ein Besucher der Bar, „doch dann sahen wir Menschen rennen und sich zu Boden werfen.“

Täter feuerte vom Boot aus und floh

Nach bisherigen Erkenntnissen steuerte der Täter ein Motorboot in die Nähe des Hafens, stoppte kurz und eröffnete mehrere Schüsse in Richtung der Barterrasse, bevor er rasch die Flucht ergriff. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus, auch wenn das genaue Motiv noch unklar ist.

„Wir haben Hinweise darauf, dass mindestens eines der Opfer gezielt ausgewählt wurde“, erklärte ein Sprecher der Polizei von Southport. Ob es sich um eine persönliche Auseinandersetzung, einen Racheakt oder ein Beziehungsdelikt handelt, werde derzeit ermittelt.

Die Behörden setzten unmittelbar nach dem Angriff eine Großfahndung ein. Mehrere Polizeiboote sowie Hubschrauber sind im Einsatz, um den Täter zu finden. Die Ermittler baten die Bevölkerung um Hinweise und forderten Bootsbesitzer auf, verdächtige Aktivitäten in der Küstenregion zu melden.

Verletzte in umliegenden Krankenhäusern

Fünf Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich, wie das örtliche Krankenhaus bestätigte. Die Opfer befanden sich Medienberichten zufolge sowohl innerhalb der Bar als auch auf der Terrasse am Wasser.

Ein Sprecher des Krankenhauses sagte, das medizinische Personal habe in kürzester Zeit reagieren müssen: „Viele der Verletzten hatten Schusswunden im Oberkörperbereich.“

Betroffenheit in Southport

Die kleine Hafenstadt Southport, rund 50 Kilometer südlich von Wilmington gelegen, ist eigentlich für ihren friedlichen Charakter bekannt. Die Schießerei hat viele Bewohner tief erschüttert. Bürgermeisterin Linda Jacobs sprach von einem „tragischen Angriff auf unsere Gemeinschaft“.

„Southport ist ein Ort, an dem sich Menschen sicher fühlen sollen – was hier passiert ist, ist furchtbar und sinnlos“, sagte Jacobs in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.

Auch Gouverneur Roy Cooper äußerte sich bestürzt über die Tat: „Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer. Wir werden alles tun, um den Täter vor Gericht zu bringen.“

Ermittlungen dauern an

Die Polizei untersucht derzeit Videoaufnahmen aus Überwachungskameras in der Umgebung, um die Fluchtroute des Schützen nachzuvollziehen. Außerdem werden ballistische Spuren ausgewertet.

Noch ist unklar, ob der Täter allein handelte oder Unterstützung hatte. Die Ermittler betonten, dass keine unmittelbare Gefahr mehr für die Bevölkerung bestehe.

Dennoch bleibt die Sorge in der Gemeinde groß. Viele Anwohner legten Blumen und Kerzen nahe des Tatorts nieder. Für die kommenden Tage ist ein öffentlicher Gedenkgottesdienst für die Opfer geplant.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Beschränkungen im Insolvenzverfahren der Scheelehof Betreibergesellschaft mbH

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über die SenMedi Intensivpflege UG angeordnet