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Von lecker bis lebensgefährlich: Rund 250 Pilzarten bei Landesausstellung in Rostock

susannp4 (CC0), Pixabay

Dieses Wochenende steht im Botanischen Garten der Universität Rostock ganz im Zeichen der heimischen Pilzwelt. Zur 47. Landes-Pilzausstellung werden rund 250 Pilzarten aus Mecklenburg-Vorpommern präsentiert – darunter beliebte Speisepilze ebenso wie ungenießbare oder sogar giftige Vertreter. Die Ausstellung zählt zu den größten ihrer Art im Norden und zieht auch in diesem Jahr wieder bis zu 3.000 Besucherinnen und Besucher an.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Pilze interessieren – vom neugierigen Spaziergänger bis zum erfahrenen Sammler. Im Mittelpunkt steht die sichere Bestimmung von Pilzarten, ergänzt durch Informationen zu deren natürlichen Lebensräumen, ökologischer Bedeutung und potenziellen Verwechslungsgefahren.

Sicheres Sammeln als zentrales Thema

Viele Pilzarten ähneln sich in Aussehen und Geruch. Wer ohne ausreichende Kenntnisse sammelt, kann schnell giftige mit essbaren Arten verwechseln. Besonders kritische Beispiele sind der Gallenröhrling und die Marone, die sich für Ungeübte kaum unterscheiden lassen. Die Ausstellung vermittelt daher nicht nur Artenkenntnis, sondern auch die klare Botschaft: Nur sammeln, was man sicher bestimmen kann.

Wichtige Rolle im Ökosystem

Neben dem Verzehr steht auch die ökologische Funktion der Pilze im Fokus. Als Zersetzer und Partnerpflanzen spielen sie eine zentrale Rolle in Wald- und Wiesenlandschaften. Falsches Sammeln, etwa durch Ausgraben oder Mitnehmen seltener Arten, kann empfindliche Naturkreisläufe stören. Die Ausstellung informiert deshalb auch über einen respektvollen Umgang mit Pilzen in der freien Natur.

Vielfältiges Programm für alle Altersgruppen

Die Landes-Pilzausstellung bietet dieses Wochenende mehr als nur wissenschaftliche Informationen. Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm richtet sich an Erwachsene, Familien und Kinder gleichermaßen:

  • Pilzberatung vor Ort: Ehrenamtliche Expertinnen und Experten bestimmen mitgebrachte Pilze und geben Tipps zum sicheren Sammeln. Dieses Beratungsangebot steht auch an jedem Wochenende bis Ende Oktober zur Verfügung.

  • Traditionelles Färben mit Pilzfarbstoffen: Vorführungen zeigen, wie Wolle mit natürlichen Pilzpigmenten gefärbt werden kann – eine seltene und beeindruckende Technik.

  • Kinderaktionen: Basteln, Malen mit Pflanzenmaterialien und eine unterhaltsame Pilz-Wissensrallye mit Glücksrad machen das Thema auch für junge Besucher zugänglich.

  • Informationsstände: Verschiedene Umwelt- und Naturschutzorganisationen stellen ihre Arbeit vor und bieten weiterführendes Material an.

Veranstaltungsort und Öffnungszeiten

Die Ausstellung findet dieses Wochenende, am Sonnabend und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, im Botanischen Garten der Universität Rostock statt. Der Zugang erfolgt über die Hamburger Straße / Ecke Holbeinplatz. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der Veranstaltung sind willkommen.

Hintergrund:
Die Landes-Pilzausstellung wird seit fast fünf Jahrzehnten jährlich organisiert und hat sich als fester Bestandteil der Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern etabliert. Sie entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Botanischen Garten, ehrenamtlichen Pilzberaterinnen und -beratern sowie regionalen Umweltorganisationen.

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