Beim Versuch, den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien zu überqueren, sind zwei Frauen ums Leben gekommen. Die Tragödie ereignete sich in der Nacht zum Samstag, wie die Präfektur des französischen Departements Pas-de-Calais bestätigte. Die beiden Frauen waren Teil einer Gruppe von Migrantinnen und Migranten, die in einem Boot versuchten, die gefährliche Strecke zu überwinden.
Trotz schneller Reaktion der Rettungskräfte konnten die Frauen nicht mehr gerettet werden. Die genauen Umstände ihres Todes sind noch unklar. Weitere Insassen des Bootes überlebten: Ein Paar und ihr Kind wurden verletzt und in ein Krankenhaus in Boulogne gebracht.
Laut örtlichen Medien wurden in derselben Nacht mehr als 60 Menschen aus dem Wasser gerettet. Immer wieder wagen Migrantinnen und Migranten die gefährliche Überfahrt, oft in überfüllten und instabilen Booten. Der Ärmelkanal gilt als eine der meistbefahrenen und gefährlichsten Seerouten der Welt.
Die Tragödie wirft erneut ein Schlaglicht auf die verzweifelte Lage vieler Menschen auf der Flucht – und auf die andauernden Herausforderungen an den Außengrenzen Europas.