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Lebensgefährliche Mutprobe: Polizei im Eichsfeld warnt vor „Blackout-Challenge“ – Wie groß ist die Gefahr für Kinder wirklich?

FrankeBA (CC0), Pixabay

Im Eichsfeld sorgt ein gefährlicher Social-Media-Trend für große Besorgnis: Die sogenannte „Blackout-Challenge“ hat offenbar auch Kinder an einer Schule in Heiligenstadt erreicht. Dabei versuchen sich Minderjährige gegenseitig die Luft abzudrücken, bis sie bewusstlos werden – angeblich, um ein „Kick-Gefühl“ oder kurze Halluzinationen zu erleben.

Eltern schlugen Alarm

Ein besorgtes Elternteil informierte die Polizei, nachdem es Hinweise gegeben hatte, dass Schüler an der Challenge teilnehmen wollten. Zwar kam es laut den Ermittlern bislang zu keinem konkreten Vorfall, dennoch wurde ein Verfahren wegen versuchter Körperverletzung eingeleitet. Die Beamten warnten eindringlich: „Diese Mutprobe ist kein Spaß, sondern eine massive Gefahr für Leib und Leben.“

Ein weltweiter Trend mit tragischen Folgen

Die „Blackout-Challenge“ ist nicht neu. Seit mehreren Jahren kursieren Videos und Anleitungen auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube. Immer wieder kommt es zu tödlichen Vorfällen:

  • In den USA starben laut Medienberichten seit 2021 mehrere Kinder zwischen 9 und 14 Jahren, nachdem sie den Trend nachahmten.

  • Auch in Europa gab es bereits Fälle von schweren Hirnschäden nach Sauerstoffmangel.

  • Mediziner warnen, dass schon wenige Sekunden ohne Luftzufuhr irreversible Schäden am Gehirn verursachen können.

Warum Jugendliche besonders gefährdet sind

Experten erklären den Reiz solcher Mutproben mit Gruppenzwang, Neugier und der Suche nach Aufmerksamkeit in sozialen Medien. Jugendliche sind in dieser Altersphase besonders empfänglich für riskantes Verhalten, vor allem wenn Gleichaltrige es vormachen oder Videos hohe Reichweiten erzielen.

Der Kinder- und Jugendpsychologe Dr. Matthias Reuter betont:

„Die Kombination aus sozialem Druck, Abenteuerlust und digitaler Sichtbarkeit ist extrem gefährlich. Viele Kinder unterschätzen die Risiken, weil die Folgen nicht sofort sichtbar sind.“

Polizei und Experten raten: Aufklärung statt Tabu

Die Polizei im Eichsfeld appelliert an Eltern, Lehrkräfte und Betreuer, das Gespräch mit Kindern zu suchen, anstatt den Trend zu verschweigen. Wichtig sei, die Mechanismen solcher Mutproben zu erklären – und klarzumachen, dass schon kurze Atemnot zu Bewusstlosigkeit, Herzstillstand oder bleibenden Schäden führen kann.

Auch Schulen sollen stärker sensibilisieren: Workshops, Projekttage oder gezielte Elternabende könnten helfen, Aufklärung zu leisten und Kinder zu schützen.

Fazit: Gefahr nicht unterschätzen

Die „Blackout-Challenge“ mag für Außenstehende absurd wirken, ist aber ein ernstzunehmendes Risiko. Gerade weil bisher im Eichsfeld noch kein Vorfall gemeldet wurde, betonen Experten, sei jetzt der richtige Zeitpunkt für Prävention.

„Ein einziger Unfall wäre einer zu viel“, so die Polizei.

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