In New York startet heute die 80. Generaldebatte der Vereinten Nationen. Mehr als 140 Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme zugesagt. Traditionell nutzen die Länder das Forum, um ihre außenpolitischen Positionen vorzustellen – in diesem Jahr dürfte jedoch ein Thema besonders im Mittelpunkt stehen: die Perspektive einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt.
Zwei-Staaten-Lösung sorgt für Spannungen
Die Diskussion hat zuletzt an Dynamik gewonnen: Immer mehr westliche Regierungen, darunter Frankreich und Belgien, haben offiziell einen palästinensischen Staat anerkannt. Auch andere EU-Länder prüfen diesen Schritt. Die USA und Deutschland hingegen lehnen eine Anerkennung bislang ab und verweisen auf fehlende Verhandlungsgrundlagen zwischen Israelis und Palästinensern. Damit deutet sich bei der Generaldebatte ein diplomatisches Kräftemessen an.
Auftakt mit hochkarätigen Reden
Zum Start der Generaldebatte wird US-Präsident Donald Trump ans Rednerpult treten – mit Spannung wird erwartet, ob er seine Haltung zum Nahostkonflikt erneut bekräftigt oder Spielräume für Vermittlungen andeutet. Ebenfalls Reden halten werden der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan sowie der französische Präsident Emmanuel Macron.
Mehr als nur Nahost im Blick
Neben dem Nahost-Konflikt stehen weitere globale Themen auf der Agenda:
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Klimawandel und Energiewende – insbesondere nach den jüngsten Extremwetterereignissen.
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Internationale Sicherheitsfragen, darunter die Spannungen im Südchinesischen Meer.
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Reform der Vereinten Nationen, die angesichts neuer Machtkonstellationen immer dringlicher diskutiert wird.
Bedeutung für die Diplomatie
Die UN-Generaldebatte ist nicht nur eine Bühne für Reden, sondern vor allem ein Ort für bilaterale Gespräche und Hintergrundverhandlungen. Erwartet wird, dass sich am Rande zahlreiche Staatschefs zu vertraulichen Treffen zusammenfinden – oft die eigentlichen Weichenstellungen abseits der großen Bühne.