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Bewaffnete Zelle? Großrazzia gegen rechtsextreme Gruppierung in drei Bundesländern

AG-Pics (CC0), Pixabay

Hildesheim / Hannover / Pforzheim / Lippe – In einer konzertierten Aktion haben Ermittler aus Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen am Dienstagmorgen eine Großrazzia gegen eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppierung durchgeführt. Der Verdacht: Bildung einer bewaffneten, verfassungsfeindlichen Vereinigung – mit möglichem Zugriff auf Kriegswaffen.

Insgesamt 13 Objekte wurden seit den frühen Morgenstunden durchsucht, darunter Wohnungen in der Region Hannover sowie in der Stadt und im Landkreis Hildesheim, im baden-württembergischen Landkreis Pforzheim sowie im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe. Ziel: Waffen sicherstellen – und mögliche Pläne der Gruppe aufdecken.

Acht Beschuldigte im Visier der Ermittler

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Celle und das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) mitteilten, richtet sich das Verfahren gegen acht Personen im Alter zwischen 32 und 57 Jahren. Sie sollen aus einer rechtsradikalen Motivation heraus eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Bei vier von ihnen besteht zudem der Verdacht, dass sie unerlaubt Kriegswaffen und vollautomatische Schusswaffen besitzen.

Ein besonders brisanter Aspekt: Bereits im April 2025 war bei einem der Beschuldigten eine Pistole samt Munition sichergestellt worden – ein Fund, der die Ermittlungen erheblich vorantrieb und nun offenbar zur Razzia führte.

Spezialkräfte im Einsatz – mögliche Anschlagspläne im Fokus

Die Polizei ging bei der Durchsuchung kein Risiko ein. Auch Spezialkräfte kamen zum Einsatz, was auf ein erhöhtes Gefahrenpotenzial und möglicherweise bewaffneten Widerstand hindeutet. Laut den Ermittlungsbehörden diente der Einsatz nicht nur der Sicherstellung von Waffen, sondern auch der Aufklärung möglicher Aktivitäten und Pläne der Gruppierung.

„Es geht darum, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und auszuschalten“, erklärte ein Sprecher des LKA Niedersachsen.

Ein weiteres Warnsignal für den Rechtsstaat

Die Razzia zeigt einmal mehr die wachsende Bedrohung durch rechtsextreme Netzwerke in Deutschland – insbesondere dann, wenn sie sich bewaffnen und womöglich zu Anschlägen oder anderen Gewalttaten bereit sind. Der Besitz von verbotenen Kriegswaffen und vollautomatischen Schusswaffen ist in Deutschland ein schweres Vergehen und wird besonders streng verfolgt.

Die Ermittlungen dauern an. Ob es konkrete Anschlagspläne gab, ist derzeit Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die Behörden machen deutlich: Wer gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeitet – und dabei zu Waffen greift – wird mit aller Konsequenz verfolgt.

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