Im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod der damals 19-jährigen Maria Köhler im Jahr 1984 hat ein heute 62-jähriger Mann gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ein Geständnis abgelegt. Die Ermittlungen, die nach mehreren Jahrzehnten wieder aufgenommen worden waren, führten nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu neuen Hinweisen auf den ehemaligen Lebensgefährten der Verstorbenen.
Maria Köhler war im Mai 1984 leblos in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Obduktion ergab seinerzeit Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlungen führten zunächst zu keinem abschließenden Ergebnis. Der Fall blieb über Jahrzehnte ungeklärt.
Im Zuge neuer kriminaltechnischer Untersuchungen und nach Bewertung früherer Verfahrensakten wurde das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erneut aufgerollt. Im Rahmen der Ermittlungen wurde der heute 62-Jährige, der seit vielen Jahren im Raum Aschaffenburg lebt, erneut vernommen. Nach Angaben der Behörden räumte der Tatverdächtige in diesem Zusammenhang eine Beteiligung an der Tötung ein.
Öffentlichkeitsaufruf: Hinweise gesucht
Trotz des Geständnisses dauern die Ermittlungen an. Ziel ist es, den damaligen Tatablauf lückenlos zu rekonstruieren. Die Staatsanwaltschaft bittet daher die Öffentlichkeit um Unterstützung: Personen, die in den 1980er-Jahren im Umfeld von Maria Köhler oder dem Tatverdächtigen lebten oder sonstige relevante Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Ermittlungsbehörden zu wenden.
Keine weiteren Angaben zur Person
Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der beteiligten Personen und ihrer Angehörigen machen die Ermittlungsbehörden derzeit keine weiteren Angaben zur Identität des Tatverdächtigen. Ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ist eingeleitet worden.
Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.