Kuriose Szene auf der Autobahn: Ein Fahrzeug, das wie ein echter Streifenwagen aussah – inklusive Blaulicht –, ist am Wochenende von der Polizei gestoppt worden. Der Grund: Es handelte sich um einen täuschend echt umgebauten Privatwagen.
Laut Angaben der Polizei war der „Fake-Polizeiwagen“ auf einer Bundesstraße in Nordrhein-Westfalen unterwegs – ausgestattet mit blauer Lackierung, reflektierenden Streifen und einem funktionsfähigen Blaulicht auf dem Dach. Aufmerksame Verkehrsteilnehmer meldeten das Fahrzeug, nachdem es offenbar versuchte, andere Autos anzuhalten.
Eine echte Polizeistreife stoppte den mutmaßlichen Möchtegern-Ordnungshüter schließlich auf einem Rastplatz. Am Steuer saß ein 32-jähriger Mann, der sich bei der Kontrolle kooperativ zeigte – aber keinerlei Berechtigung für den Einsatz eines derartigen Fahrzeugs vorweisen konnte.
Die Beamten stellten Blaulicht und weitere Ausrüstungsgegenstände sicher. Gegen den Fahrer wird nun wegen Amtsanmaßung und Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz ermittelt. Außerdem droht ihm ein Bußgeld wegen unzulässiger Lichtzeichen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang:
„Blaulicht darf ausschließlich von befugten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben verwendet werden. Wer es missbräuchlich einsetzt, gefährdet nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern macht sich strafbar.“
Warum der Mann mit dem umgebauten Fahrzeug unterwegs war, ist noch unklar – ein Spaß, ein Hobbyprojekt oder der Versuch, sich als echte Polizei auszugeben? Die Ermittlungen laufen.