Der Jahresabschluss 2024 zeigt ein durchwachsenes Bild: Einerseits verfügt die Gesellschaft über ein stabiles Eigenkapital, andererseits belasten sinkende Vermögenswerte und hohe Verbindlichkeiten die Bilanz.
1. Vermögenslage:
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Das Anlagevermögen ist um fast 20 % auf 1,31 Mio. EUR gefallen (Vorjahr: 1,63 Mio. EUR). Der Rückgang dürfte auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen sein – er zeigt jedoch, dass die Substanz der Anlagen kontinuierlich abnimmt.
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Auch das Umlaufvermögen ist rückläufig: Es sank von 838.851 EUR auf 633.592 EUR. Besonders kritisch ist der Rückgang der Forderungen (145.233 EUR nach 331.442 EUR im Vorjahr), was auf geringere Außenstände aus Energieeinspeisung oder Erstattungen schließen lässt.
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Positiv: Die Wertpapiere wurden stabil gehalten (315.441 EUR), was Liquiditätspuffer bietet.
2. Kapitalstruktur:
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Das Eigenkapital bleibt mit 463.750 EUR unverändert stabil. Angesichts der Bilanzsumme (1,95 Mio. EUR) entspricht das einer Eigenkapitalquote von knapp 24 % – ein für Windparkprojekte solider Wert.
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Allerdings ist kein Jahresüberschuss ausgewiesen, was Fragen zur Rentabilität aufwirft.
3. Verbindlichkeiten und Rückstellungen:
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Die Verbindlichkeiten sanken von 1,90 Mio. EUR auf 1,37 Mio. EUR – ein klarer Fortschritt, wenngleich sie immer noch über 70 % der Bilanzsumme ausmachen.
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Auffällig: Der Großteil der Schulden entfällt auf Gesellschafterdarlehen (902.362 EUR). Das zeigt die Abhängigkeit von interner Finanzierung.
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Kurzfristige Verbindlichkeiten (1,16 Mio. EUR) sind deutlich höher als die liquiden Mittel (172.918 EUR) – ein potenzielles Risiko für die Zahlungsfähigkeit.
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Rückstellungen sind mit 109.437 EUR relativ stabil, enthalten aber Rückbauverpflichtungen, die langfristig belastend wirken.
4. Weitere Verpflichtungen:
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Zusätzliche Pacht- und Wartungsverträge im Umfang von 464.000 EUR bis über 5 Jahre hinaus stellen weitere Fixkosten dar. Diese Belastungen sind zwar kalkulierbar, reduzieren aber den Spielraum für Ausschüttungen.
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Sämtliche Anlagen sind als Sicherheit an Banken abgetreten – ein übliches Vorgehen bei Projektfinanzierungen, das jedoch die Flexibilität einschränkt.
5. Einschätzung für Anleger:
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Stabil: Eigenkapitalquote bleibt solide, Verbindlichkeiten wurden reduziert, Wertpapiere sichern Liquidität ab.
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Belastend: Deutlicher Rückgang der Aktiva, keine Gewinnausweisung, hohe kurzfristige Schulden im Vergleich zu den flüssigen Mitteln.
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Risiko: Abhängigkeit von Gesellschafterdarlehen – falls Gesellschafter Unterstützung reduzieren, könnte die Liquidität angespannt werden.
Fazit: Der Windpark Brocksberg bleibt bilanziell tragfähig, aber die rückläufige Vermögensbasis und die hohe Verschuldung bei Gesellschaftern sind Schwachpunkte. Für Anleger bedeutet das: stabile Eigenkapitalbasis, jedoch eingeschränktes Ausschüttungspotenzial und erhöhte Risiken in der Liquiditätssteuerung.