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London: Ausschreitungen bei rechter Großdemonstration – Dutzende Verletzte und zahlreiche Festnahmen

RGY23 (CC0), Pixabay

In London ist es am Samstag bei einer Großdemonstration der rechten Szene zu massiven Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Metropolitan Police kam es ab dem frühen Nachmittag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften. Die Lage eskalierte vor allem im Zentrum der britischen Hauptstadt, wo sich mehrere Zehntausend Menschen versammelt hatten.

Verletzte und Festnahmen

Mindestens 26 Polizeibeamte wurden verletzt, wie die Polizei am Abend mitteilte. Viele seien durch Tritte und Schläge attackiert worden. Darüber hinaus flogen Flaschen und andere Gegenstände auf die Einsatzkräfte. Mehrere Beamte mussten medizinisch behandelt werden, einige wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei nahm zunächst 25 Personen fest, überwiegend wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die Zahl der Festnahmen könne sich noch erhöhen, da umfangreiches Videomaterial ausgewertet werde.

Hintergrund der Demonstration

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte der rechtsextreme Aktivist Tommy Robinson, eine in Großbritannien seit Jahren bekannte Figur der rechtspopulistischen Szene. Nach Schätzungen der Behörden folgten rund 100.000 Anhänger seinem Aufruf – eine der größten rechtsextremen Mobilisierungen der jüngeren britischen Geschichte.

Im Zentrum der Proteste stand die Forderung nach einer deutlich härteren Asyl- und Einwanderungspolitik. Redner kritisierten die aktuelle Flüchtlingspolitik der Regierung und warfen ihr vor, die nationale Sicherheit zu gefährden. Beobachter berichten, dass die Kundgebung von einer aggressiven und aufgeheizten Stimmung geprägt war.

Reaktionen der Behörden

Die Metropolitan Police erklärte, man habe „mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften“ versucht, die Demonstration unter Kontrolle zu halten und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Ausschreitungen hätten jedoch gezeigt, wie schnell die Situation eskalieren könne. „Gewalt gegen unsere Einsatzkräfte wird niemals toleriert“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Auch die Londoner Stadtverwaltung äußerte sich besorgt. Bürgermeister Sadiq Khan verurteilte die Angriffe auf die Polizei scharf und sprach von einem „inakzeptablen Angriff auf unsere demokratische Kultur“.

Politische Einordnung

Politiker verschiedener Parteien warnten vor den Folgen einer weiteren Radikalisierung der rechten Szene. Labour-Abgeordnete bezeichneten die Kundgebung als Beleg dafür, dass rechtsextreme Strömungen in Großbritannien wieder an Einfluss gewinnen. Vertreter der konservativen Regierung betonten dagegen, dass die Polizei hart durchgreifen werde, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

Internationale Beachtung

Die Demonstration und die Ausschreitungen fanden auch im Ausland Beachtung. Beobachter sehen Parallelen zu rechtsextremen Massenkundgebungen in anderen europäischen Ländern, bei denen migrationspolitische Themen als zentrales Mobilisierungsmittel dienen.

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