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Windpark Timmeler Kampen: Solide Substanz, aber hoher Schuldenstand drückt auf die Bilanz

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresabschluss 2024 der Windpark Timmeler Kampen GmbH & Co. KG zeigt ein Unternehmen mit beträchtlicher Anlagensubstanz, aber auch einer deutlichen Verschuldung, die die Eigenkapitalbasis belastet.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme ging von 13,6 Mio. Euro auf 11,7 Mio. Euro zurück. Hauptgrund ist der Rückgang des Anlagevermögens von 11,8 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro – ein Hinweis auf planmäßige Abschreibungen und den altersbedingten Wertverlust der Windenergieanlagen.

Das Umlaufvermögen halbierte sich nahezu von 1,48 Mio. Euro auf 684 Tsd. Euro. Auffällig: Die liquiden Mittel fielen von über 1 Mio. Euro auf praktisch null. Demgegenüber stiegen die Forderungen (u.a. 358 Tsd. Euro gegen die Komplementärin) deutlich an.

Eigenkapital

Das Eigenkapital sank von 2,93 Mio. Euro auf 2,48 Mio. Euro. Damit liegt die Eigenkapitalquote bei rund 21 % – für einen Windpark grundsätzlich solide, allerdings im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer. Ein Bilanzgewinn wurde nicht ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Schuldenlast bleibt hoch: Ende 2024 standen 8,94 Mio. Euro Verbindlichkeiten in den Büchern (Vorjahr: 10,43 Mio. Euro).

  • Rund 7,4 Mio. Euro haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr,

  • davon knapp 1,8 Mio. Euro über fünf Jahre.
    Hinzu kommen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,53 Mio. Euro.
    Positiv ist, dass die Gesamtschuldenlast um rund 1,5 Mio. Euro abgebaut wurde. Dennoch bleibt die Fremdfinanzierung der dominierende Faktor in der Bilanz.

Rückstellungen

Die Rückstellungen stiegen leicht auf 218 Tsd. Euro. Das zeigt, dass weiterhin Mittel für Risiken, etwa Instandhaltungen oder mögliche rechtliche Verpflichtungen, eingeplant werden.

Einschätzung aus Anlegersicht

  • Stärken:

    • Hohe Sachwertbasis durch Windenergieanlagen

    • Schuldenabbau im Vergleich zum Vorjahr

    • Eigenkapitalquote von 21 % bietet eine gewisse Stabilität

  • Schwächen:

    • Starker Rückgang der liquiden Mittel – Zahlungsfähigkeit könnte kurzfristig unter Druck geraten

    • Abhängigkeit von verbundenen Unternehmen (Forderungen gegen Komplementärin)

    • Fortlaufender Wertverlust der Anlagen durch Abschreibungen

    • Hoher Fremdkapitalanteil von fast 80 % der Bilanzsumme

Fazit

Die Windpark Timmeler Kampen GmbH & Co. KG bleibt ein kapitalintensives, aber verschuldetes Unternehmen. Der Substanzwert ist durch die Anlagen gesichert, jedoch führt die hohe Fremdfinanzierung zu einer Belastung der Bilanz. Für Anleger bedeutet das: Solide Basis, aber Renditechancen hängen stark von stabilen Einspeiseerlösen und einer guten Liquiditätsplanung ab. Ein Blick auf die operative Gewinn- und Verlustrechnung wäre entscheidend, um die Ertragskraft und mögliche Ausschüttungen realistisch einschätzen zu können.

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