Der Jahresabschluss 2024 der Windpark Meyn GmbH & Co. KG zeigt ein Unternehmen mit stabiler Eigenkapitalausstattung, aber deutlicher Fremdfinanzierung und erheblichen Rückstellungen für künftige Rückbaukosten.
Bilanzsumme und Struktur
Die Bilanzsumme sank von 17,84 Mio. Euro auf 16,12 Mio. Euro. Hauptursache ist der Rückgang des Sachanlagevermögens von 12,35 Mio. Euro auf 10,83 Mio. Euro – ein Hinweis auf planmäßige Abschreibungen der Windenergieanlagen.
Das Umlaufvermögen blieb stabil bei rund 2,44 Mio. Euro (Vorjahr: 2,48 Mio. Euro). Positiv hervorzuheben ist die hohe Liquidität mit 1,74 Mio. Euro Bankguthaben, die eine solide kurzfristige Zahlungsfähigkeit sicherstellt.
Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich leicht von 4,58 Mio. Euro auf 4,66 Mio. Euro. Die Quote liegt damit bei rund 29 % der Bilanzsumme – für eine Projektgesellschaft in der Windbranche vergleichsweise robust. Dies verschafft dem Unternehmen Stabilität, auch wenn Gewinne nicht ausgewiesen wurden.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von 11,93 Mio. Euro auf 10,15 Mio. Euro. Davon sind rund 8,26 Mio. Euro langfristig, 1,89 Mio. Euro kurzfristig fällig. Auffällig ist, dass über 10 Mio. Euro der Verbindlichkeiten durch Sicherheiten wie Pfandrechte und Forderungsabtretungen abgesichert sind. Die Gesellschaft bleibt damit stark fremdfinanziert.
Rückstellungen und Verpflichtungen
Die Rückstellungen beliefen sich auf 1,31 Mio. Euro. Darin enthalten ist eine Rückbauverpflichtung für die Windenergieanlagen in Höhe von 758 Tsd. Euro, die bis 2036 ratierlich zugeführt wird. Diese Rückstellungen belasten das Ergebnis, sichern aber die langfristige Verpflichtung ab.
Zusätzlich bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs-, Pacht- und Managementverträgen in Höhe von insgesamt 6,78 Mio. Euro, davon 6,28 Mio. Euro mit Laufzeiten über einem Jahr. Das zeigt die langfristige Kostenbindung des Unternehmens.
Einschätzung aus Anlegersicht
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Stärken:
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Eigenkapitalquote knapp 30 %, solide für eine Projektgesellschaft
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hohe Liquidität von 1,74 Mio. Euro
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Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr
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transparente Rückbauplanung mit finanzieller Vorsorge
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Schwächen:
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hoher Fremdkapitalanteil (über 60 % der Bilanzsumme)
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erhebliche langfristige Vertragsverpflichtungen von fast 7 Mio. Euro
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Rückstellungen für Rückbau belasten die Bilanz
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keine ausgewiesenen Gewinne, Kapitalwachstum stagniert
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Fazit
Die Windpark Meyn GmbH & Co. KG ist bilanziell solide aufgestellt, insbesondere dank hoher Liquidität und einer ordentlichen Eigenkapitalquote. Gleichzeitig bleibt die Gesellschaft stark fremdfinanziert und durch langfristige Verpflichtungen gebunden. Für Anleger bedeutet das: stabile Substanz, aber begrenzte Flexibilität. Die Ertragskraft hängt wesentlich von der künftigen Stromproduktion, den Einspeiseerlösen und den Finanzierungskosten ab.