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Schockanruf-Betrug in Thüringen: 87-Jährige verliert 25.000 Euro

526663 (CC0), Pixabay

In Thüringen sind erneut ältere Menschen Opfer von sogenannten Schockanrufen geworden. Besonders tragisch verlief ein Fall in Meiningen: Eine 87-jährige Frau übergab Betrügern 25.000 Euro, nachdem diese ihr am Telefon vorgespielt hatten, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Die perfide Masche

Laut Polizei hielten die Täter die Seniorin rund zwei Stunden lang am Telefon. Unter massivem Druck erzählten sie ihr, nur eine sofortige Geldzahlung könne ihren Sohn vor einer Gefängnisstrafe bewahren. Die Frau, völlig in Sorge um ihr Kind, suchte daraufhin ihr gesamtes Erspartes zusammen.

Ein angeblicher „Kurier“ klingelte schließlich an ihrer Haustür, um das Geld abzuholen. Erst später bemerkte die Rentnerin den Betrug, als sie ihren Sohn direkt kontaktierte und dieser unversehrt war.

Weitere Fälle in Thüringen

Neben diesem schweren Fall registrierte die Polizei noch drei weitere Betrugsversuche, die jedoch scheiterten. In allen Fällen setzten die Täter auf Schock und Zeitdruck, um die Betroffenen von einer Überprüfung der Geschichte abzuhalten.

Polizei warnt eindringlich

Die Ermittler weisen erneut darauf hin, dass Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte niemals telefonisch Geldforderungen stellen oder Kuriere schicken. Angehörige und Nachbarn werden gebeten, insbesondere ältere Menschen auf diese Masche aufmerksam zu machen.

Fazit

Der Fall aus Meiningen zeigt einmal mehr, wie skrupellos die Täter vorgehen – und wie schnell selbst vorsichtige Menschen in einer Stresssituation Opfer werden können. Der finanzielle Schaden ist groß, doch noch schwerer wiegt oft der psychische Schock für die Betroffenen.

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