Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 3609 IN 4434/25 hat das Amtsgericht Charlottenburg am 02. September 2025 eine Entscheidung im Insolvenzfall der SBL Transport UG (haftungsbeschränkt) getroffen. Die Gesellschaft mit Sitz in der Attilastraße 164, 12105 Berlin, deren Geschäftstätigkeit sich auf Kurierdienste und Kleintransporte erstreckt, hatte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen beantragt.
Vertreten wird das Unternehmen von Geschäftsführerin Sibel Calkilic. Die Hoffnung auf eine Sanierung oder zumindest eine geordnete Abwicklung zerschlug sich jedoch mit dem aktuellen Beschluss des Insolvenzgerichts: Der Antrag wurde mangels Masse abgewiesen.
Diese Entscheidung bedeutet, dass bei der SBL Transport UG keine ausreichenden Mittel vorhanden sind, um selbst die Kosten für ein Insolvenzverfahren – wie etwa Gerichtskosten oder Vergütungen für einen Insolvenzverwalter – zu decken. Ein Insolvenzverfahren wird in solchen Fällen nicht eröffnet, da die vorhandenen Vermögenswerte nicht einmal ausreichen, um das Verfahren selbst zu finanzieren.
Für Gläubiger ist dies eine besonders bittere Nachricht, denn ohne die Eröffnung eines Verfahrens gibt es keinen strukturierten Prozess zur Verwertung von Vermögenswerten oder zur quotenmäßigen Befriedigung ihrer Forderungen. Forderungsausfälle sind daher nahezu sicher.
Der Beschluss kann binnen zwei Wochen mit der sofortigen Beschwerde angefochten werden. Die genaue rechtliche Vorgehensweise und die Voraussetzungen zur elektronischen Einreichung sind im Beschluss ausführlich geregelt.
Mit dieser Abweisung reiht sich die SBL Transport UG in die wachsende Zahl kleinerer Transport- und Logistikfirmen ein, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage unter Druck geraten – sei es durch steigende Betriebskosten, zunehmende Konkurrenz oder rückläufige Aufträge. Ob eine Neugründung oder ein Sanierungsversuch außerhalb des Insolvenzrechts folgen wird, bleibt offen.