Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 9 IN 136/25 hat das Amtsgericht Aurich am 05. September 2025 um 08:52 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Heide eenfach goot UG Gehaltsbuchhaltung mit Sitz in der Hauptstraße 10b, 26409 Wittmund, angeordnet. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aurich unter HRB 206058 eingetragen und wird von Heide Weyers geführt, die in Neuharlingersiel wohnhaft ist.
Die UG ist im Bereich Gehaltsbuchhaltung tätig – ein sensibler Sektor, bei dem die Verantwortung für die pünktliche und ordnungsgemäße Abwicklung von Lohn- und Gehaltszahlungen im Mittelpunkt steht. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat das Gericht nun reagiert.
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Jennifer Metzler aus Bremen bestellt. Ihre Kanzlei befindet sich in der Herdentorswallstraße 93, 28195 Bremen. Sie übernimmt ab sofort die Aufgabe, das Unternehmensvermögen zu sichern, laufende Zahlungen zu kontrollieren und eine mögliche Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens vorzubereiten.
Verfügungen der Antragsgegnerin, also der Heide eenfach goot UG, sind ab sofort nur noch mit Zustimmung der Insolvenzverwalterin wirksam. Dies dient dem Schutz der Gläubigerinteressen und der ordnungsgemäßen Verwaltung der Insolvenzmasse.
Darüber hinaus wurden sämtliche Schuldner der UG aufgefordert, Zahlungen nur noch an die vorläufige Insolvenzverwalterin zu leisten, um die Einziehung von Außenständen rechtlich abzusichern. Diese Maßnahme stellt sicher, dass vorhandene Mittel nicht unkontrolliert abfließen.
Der vollständige Beschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden. Die Antragsgegnerin hat die Möglichkeit, Rechtsmittel in Form einer sofortigen Beschwerde einzulegen. Auch Gläubiger können dies tun, sofern sie die internationale Zuständigkeit des Gerichts bestreiten wollen.
Die kommenden Wochen werden darüber entscheiden, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird oder ob eventuell ein Sanierungsansatz in Betracht kommt. Für die Mitarbeitenden und Geschäftspartner bleibt zunächst abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage der UG weiterentwickelt.