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Drei Brüder, ein Boot, ein Ozean: Schotten überqueren Pazifik in Rekordzeit – 139 Tage im Dienste der Menschlichkeit

OrnaW (CC0), Pixabay

Eine außergewöhnliche Heldengeschichte hat am heutigen Tag im australischen Cairns ihr Ziel erreicht: Die drei schottischen Brüder Jamie, Ewan und Lachlan Maclean haben nach 139 Tagen auf offener See ihre epische Ruderreise über den Pazifik beendet – und damit nicht nur einen Weltrekord aufgestellt, sondern auch Hoffnung für Tausende Menschen geschaffen.

Gestartet war das Trio in Peru – ihr Ziel: Australien. Auf der rund 14.500 Kilometer langen Route trotzten sie Wellen, Sturm, Hitze und Einsamkeit. In einem eigens angefertigten Ruderboot aus Carbonfaser, der „Rose Emily“, wechselten sie sich im Schichtbetrieb rund um die Uhr mit dem Rudern ab – Schlaf, Erschöpfung und körperliche Schmerzen begleiteten sie täglich.

„Die unglaublichste und surrealste Erfahrung unseres Lebens“

„Es war die unglaublichste, unerbittlichste und oft surrealste Erfahrung, die ich je gemacht habe“, sagte Jamie Maclean bei der Ankunft – sichtlich erschöpft, aber überglücklich. Mit 139 Tagen, fünf Stunden und 52 Minuten unterboten die Maclean-Brüder den bisherigen Rekord von Extremsportler Fedor Konjuchow deutlich, der 2014 für eine kürzere Route rund 159 Tage gebraucht hatte.

Eine Reise für den guten Zweck

Doch es ging ihnen um mehr als sportlichen Ruhm: Die Brüder sammelten mit ihrer pazifischen Odyssee Spenden für Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern. „Wir haben geweint – vor Traurigkeit, vor Angst, vor Erschöpfung“, erinnerte sich Ewan Maclean. „Aber die Unterstützung so vieler Menschen, die sich hinter uns versammelt haben, hat uns immer wieder aufgerichtet.“

An Bord des Bootes führten sie rund 500 Kilogramm Lebensmittel mit – genug für die langen Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt. Ihre einzige Verbindung: ein Satellitentelefon und der Glaube daran, dass jede geruderte Meile etwas bewirken kann.

Ein Rekord, der bewegt

Der Pazifik gilt unter Ruderern als die „Königsetappe der Weltmeere“ – kaum eine Strecke ist länger, isolierter und gefährlicher. Dass drei Brüder sie gemeinsam bezwingen, ist ein emotionales Symbol für Entschlossenheit, Geschwisterliebe – und den Willen, etwas zu verändern.

Die Macleans haben nicht nur den Ozean überquert. Sie haben Grenzen verschoben – sportlich, menschlich und im Herzen all jener, denen sie mit ihrer Aktion Hoffnung schenken.

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