Dark Mode Light Mode

Spektakulärer Fund: Forscher entdecken Dinosaurier mit Rückensegel auf der Isle of Wight

Jozefm84 (CC0), Pixabay

Ein neues Kapitel der Erdgeschichte wird aufgeschlagen – und das ausgerechnet auf der idyllischen Isle of Wight im Süden Englands. Ein Forscherteam hat dort die fossilen Überreste einer bislang unbekannten Dinosaurierart entdeckt: Istiorachis macarthurae.

Der Pflanzenfresser, der vor mehr als 120 Millionen Jahren die damaligen Fluss- und Küstenlandschaften durchstreifte, war ein echtes Schwergewicht: rund zwei Meter hoch, fast eine Tonne schwer – und mit einem einzigartigen Erkennungsmerkmal ausgestattet.

Rückensegel als Blickfang

Das auffälligste Merkmal des Urzeitwesens sind seine stark verlängerten Dornfortsätze an den Rückenwirbeln. Sie stützten vermutlich ein segelartiges Hautgebilde, das wie ein markanter Kamm aus dem Rücken ragte. Die Forscher vermuten, dass dieses „Segel“ entweder der Wärmeregulierung diente oder in Ritualkämpfen und bei der Partnersuche zur Schau gestellt wurde – ähnlich wie Pfauen heute ihr Federkleid spreizen.

Isle of Wight als Dino-Hotspot

Die Isle of Wight ist schon lange als „Dinosaurier-Insel“ bekannt: Immer wieder werden hier spektakuläre Fossilien gefunden. Jeremy Lockwood vom Natural History Museum erklärt: „Dieser Fund zeigt, wie vielfältig die Dinosaurier im frühen Kreidezeitalter waren. Mit Istiorachis macarthurae haben wir ein weiteres Puzzleteil, das uns hilft, die Evolution dieser Tiere besser zu verstehen.“

Ein Blick in die Vergangenheit

Vor 120 Millionen Jahren war das Gebiet der heutigen Isle of Wight ein warmes Flussdelta mit üppiger Vegetation. Hier fanden Dinosaurier ideale Lebensbedingungen. Dass sich nun gerade in diesem Umfeld eine Art mit solch außergewöhnlicher Rückenstruktur entwickelte, unterstreicht für die Forscher, wie stark Umwelt und Klima die Evolution beeinflussten.

Der Fund sorgt international für Aufsehen – nicht nur unter Paläontologen, sondern auch bei Dinosaurier-Fans. Ein Modell des Tieres soll bald in einem Museum auf der Insel ausgestellt werden.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

SPD erhöht Druck: Rehlinger will stärkere Besteuerung von Superreichen

Next Post

Cybersicherheit im Alltag: BSI-Chefin kündigt digitale Doppelstrategie an